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Südkurier (Ausgabe Markdorf), Donnerstag, 04.11.1999

 

Horst für Adebar gebaut

Markdorfer BUND im Hepbach-Leimbacher Ried aktiv

Dem Storch in diesen Breiten wieder auf die Sprünge zu helfen war wiederrum Ziel der jüngsten Aktion von Mitgliedern des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Ortsverband Markdorf. Im Hepbacher-Leimbacher Ried wurde auf einer abgestorbenen Pappel ein weiterer Horst befestigt. Zudem galt es Buschwerk zu stutzen, um für Adebar übersichtliche Freiflächen zu erhalten und somit einen Beitrag zur Biotopverbesserung zu leisten.
Bereits im Dezember vergangenen Jahres waren Mitglieder des BUND im Ried zu Gange und haben mehre Storchenhorste aufgebaut. "Ein Storchenpaar hat zwar mal vorbeigeschaut, aber keine Brut aufgezigen", berichtete Helmut Bauhuis. Das Ausdünnen der beriets eingesetzten Verbuschung diene ebenfalls der Verbesserung des dortigen Biotops, so Bauhuis und Franz Kieferle, beide vom BUND.
Denn gerade junge Störche seien bei der Nahrungssuche audf übersichtliche und große Freiflächen mit Flachteichen angewiesen, um nicht Feinden wie dem Fuchs zum Opfer zu fallen. Zusammen mit Landschaftsgärtner Michael Liede bereiteten Bauhuis und Kieferle eine abgestorbene Pappel für die Befestigung eines Horstes vor: dioe Baumkrone wurde in luftiger Höhe gekappt. Dazu hieß es mit einem Kranausleger zu zweit in einem schwankenden Korb auf gut acht Mrter Höhe zu steigen. Oben angelangt musste ein runder Sockel aus Holz auf dem Kronenstumpf befestigt und abgestützt werden. Den eigentlichen Horst mit einem Durchmesser von etwa einem Meter, ein kranzartiges Geflecht aus Zweigen und Ästen, haben Kieferle, Bauhuis und Liede anschließend mit Draht am Holzsockel festgebunden.
T. Ganter

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