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Lang lebe der "Sonnenwirt"AILINGEN (rob) - Bereits zum dritten Mal hat der BUND am Sonntagnachmittag sein "Streuobstfest" in der Weilermühle veranstaltet. Informationen über das "Streuobstmuseum" und frisch gepressten Apfelsaft holten sich einige Interessierte ab - trotz Regens.
Rund um die Obstpressen tummelten sich Besucher.
Mit Schwung und Muskeln werkelt der kleine Nils an der Apfelpresse - und am Ende kommt doch tatsächlich etwas Trinkbares dabei heraus: Der frisch gepresste Apfelsaft ist sein Lohn für harte Arbeit und klatschnasse Klamotten, die er sich beim Äpfelauflesen im strömenden Regen geholt hat. Mit Nils hat der BUND einen weiteren "Fan" des Streuobstsaftes gewonnen - und schon wird das Streuobstfest im "Museum" zum Erfolg. Ein besonderes Museum gibt es hier in der Weilermühle - eigentlich sieht es aus wie eine Wiese mit Apfelbäumen. Was das Besondere ist, erklärt Promologin Elli Miller: "Wir pflegen hier über 60 alte Sorten, die zum Teil sonst schon ausgestorben sind", sagt die Fachfrau. Wer weiß was über den "Sonnenwirt"? Von dieser alten Apfelsorte kennt die Apfel-Expertin nur noch zwei Bäume. Einer davon steht im Streuobstmuseum, wo Elli Miller das ganze Jahr lang mit der Pflege der rund 200 Bäume beschäftigt ist. Derzeit geht es der "großen Wühlmaus" an den Kragen: Sie nagt an den Wurzeln der Bäume und hat auch schon den einen oder anderen auf dem Gewissen. Seit 1984 betreut der BUND die Streuobstwiesen - mit großem Erfolg. Das angeschlossene Apfelsaftprojekt ist ein Renner. Vier Mostereien verarbeiten inzwischen die Äpfel zu dem schmackhaften Öko-Saft, der sich in der Region einen Namen gemacht hat. Das Museum könnte allerdings noch ein wenig öfter besucht werden, meint Bernhard Lang vom BUND - die Wiese ist jederzeit für Interessierte zugänglich. |
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