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Schwäbische Zeitung (Ausgabe Markdorf), Dienstag, 03.02.2004


Telefon-Recycling


Alte Handys: In den Briefkasten statt in die Mülltonne

MARKDORF − Wohin mit dem alten oder kaputten Handy? Die Markdorfer Ortsgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und T-Mobile bei einem neuen Projekt: „Handy-Recycling - hilft der Umwelt jetzt doppelt.”


Der Akku hält gerade mal fünf Minuten, die Leertaste funktioniert nicht und gescheite Klingeltöne hat's auch nicht mehr - das blöde Handy. So kommt immer mehr zusammen. Irgendwann wird mit dem Teil kurzer Prozess gemacht. Zack, landet's in der Ecke und wird nie wieder angeschaut. Ein neueres, besseres, schnelleres, schöneres Handy muss her - und das alte weint, weil es keiner mehr beachtet.


Damit ist jetzt Schluss: „Die Deutsche Umwelthilfe und T-Mobile haben ein neues Projekt gestartet”, erzählt Tobias Polzer, Zivildienstleistender beim BUND in Markdorf. „Wir haben was übrig für alte Handys”, steht auf einem der Werbeplakate - die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, alte Handys zurückzugeben. Die werden dann im T-Mobile-Service-Center auseinander gebaut. Wenn möglich, werden einzelne Bauteile wiederverwertet oder zur Wiederaufbereitung geschickt. „Handys, die noch gut in Schuss sind, werden gleich in Dritte-Welt-Länder geschickt”, sagt der Zivi.


Die ganze Aktion kommt in erster Linie der Umwelt zugute. Zum einen landen Schwermetalle und andere Schadstoffe nicht auf der Deponie oder in den Müll-Öfen. Zum anderen spendet T-Mobile für jedes Alt-Handy fünf Euro für Natur- und Umweltschutzprojekte der DUH. Mit dem Geld werden zum Beispiel Artenschutzprojekte wie „Rettet die Wale” gefördert oder die Tierwelt in Waldgebieten unterstützt. Auch in die Kampagne „Lebendige Flüsse”, bei der kanalisierte und begradigte Ufer wieder „tierfreundlich” umgestaltet werden, fließt das Handy-Geld.


Und so funktioniert's: Bei der BUND-Geschäftsstelle in Markdorf (Ittendorfer Straße 3), bei einem T-Mobile Händler oder im T-Punkt erhalten „Handy-Bringer” einen Versandbeutel. Handy rein, und ab geht die Post. Das Porto übernimmt T-Mobile. Einfach in den normalen Briefkasten werfen.


„Das Projekt stößt hier auf einige Resonanz”, sagt Tobias Polzer. Es seien schon einige Versandbeutel abgeholt worden. „Die DUH unterstützt Projekte vom BUND, deshalb schaut der BUND, dass die DUH zu Geld kommt.” Auch Schulen können sich an der Initiative beteiligen. Pro gesammeltem Handy erhalten die Schüler 2,50 Euro für Aktivitäten zum Natur- und Umweltschutz an der Schule.


Wer eine größere Zahl von Alt-Handys sammeln will, oder wenn sich eine Schule an der Handy-Aktion beteiligen möchte, dann geht das unter folgender Adresse:


Deutsche Umwelthilfe e. V.
Kerstin Dorer
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell

Telefon: 07732/99950
E-Mail: dorer@duh.de.


Jasmina Zöller


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