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Südkurier (Ausgabe Markdorf), Dienstag,
06.07.2004
BUND moniert Straßenbau
Fest der BUND-Ortsgruppen Markdorf und D'tal auf dem Anwesen Bommer
Das Straßenbauprogramm im Landkreis Bodenseekreis korrespondiere nicht mit den Vorstellungen des BUND. Der Ausbau vorhandener Straßen müsse minimiert werden. Diese Meinung hat Franz Beer, Vorsitzender der Markdorfer Ortsgruppe beim BUND-Fest auf dem Bioland-Hof Bommer in Urnau-Untergehrenberg vertreten.
Noch ist es zu früh, um nach reifen Äpfeln zu greifen. Elli Miller, BUND Markdorf, und Mostereibetreiber Siegfried Kopp, Untersiggingen, prognostizieren bei Hochstammobst in Höhenlagen des D'tals schwache und in Tallagen eine gute Ernte. Bild: Jauch
DEGGENHAUSERTAL/MARKDORF − Ort und Zeitpunkt für das gemeinsame BUND-Fest Markdorf/Deggenhausertal waren bewusst gewählt: Auf dem Festplatz des Bioland-Hofes Bommer in Urnau-Untergehrenberg, eingerahmt von landwirtschaftlichen Gebäuden, Obsthochstämmen, Roggen- und Weizenfeldern, tauschten BUND-Mitglieder aus Markdorf und Deggenhausertal sowie Freunde und Besucher Erfahrungen und Neuigkeiten aus. Noch in bester Erinnerung: Die jüngste Aktion des BUND D'tal − der Tag der offenen Gärten. „Eine stattliche Anzahl von Gartenfreunden", sagte der Vorsitzende des BUND D'tal, Walter Bähr, „interessierte sich für naturnah angelegte Kleingärten, darunter vorbildlich gepflegte Bauerngärten.” Auf gute Resonanz war darüber hinaus die im April in Zusammenarbeit mit dem Förderverein D'tal veranstaltete „Dorfputzete" gestoßen. 20 Vereine und Gruppen hatten mitgemacht.
Zum geplanten Ausbau der Straßen im Deggenhausertal äußerte sich Franz Beer, Vorsitzender des BUND Markdorf. Das Thema Straßenbau sei auch eines des BUND, egal ob in Markdorf oder im D'tal. Denn das Straßenbauprogramm im Bodenseekreis korrespondiere nicht mit den Vorstellungen des BUND. Jeder Meter neue Straße im Landkreis sei einer zu viel. Die Ausweitung bestehender Straßen müsse minimiert werden.
Ebenfalls äußerte sich Beer zur Ausweisung von „FFH”-Gebieten („Flora-Fauna-Habitat”-Schutzgebiete): „Diese Regelung ist Garant für den Erhalt der Kulturlandschaft. Jede Gemeinde sollte froh darüber sein, möglichst viele FFH-Flächen auf ihrer Gemarkung zu haben.” Beer äußerte sich auch zu den praktizierten Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln skeptisch. In kaum einer anderen Landschaft würden so viel Pflanzenschutzmittel versprüht wie im Bodenseekreis. Dies sei durch den Anteil an Sonderkulturen bestimmt.
Herbert Jauch
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