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Südkurier (Ausgabe Markdorf), Donnerstag, 28.10.1999


Wangener Dorfbach weiter renaturiert

Biotopvernetzung wird Vorschub geleistet


Markdorf (gan) Weitere 300 Meter vom Wangener Dorfbach sind renaturiert. Damit ist die Aufwertung des Naturschutzgebietes im Südwesten der Gehrenbergstadt ein Stück weiter. Dieses Projekt auf Initiative des BUND Markdorf, wurde aus Kreispflegemitteln, Spenden und von der deutschen Umwelthilfe finanziert.


Westlich der Unteren Gallusstraße in Markdorf sind nochmals rund 300 Meter des Wangener Dorfbaches naturnah gestaltet worden. Bislang verlief der Wangener Dorfbach kanalartig ein bis 1,80 Meter unter dem Flächenniveau. Bei der Maßnahme auf Initiative des Markdorfer BUND sind entlang des Teilstückes sechs sogenannte Sohlschwellen, vergleichbar mit natürlichen Miniaturstaudämmen, mit Hilfe von Steinmaterial und Lehm entstanden. Auch die Böschung entlang des westlichen Bachrandes wurde an mehreren Stellen ausgeweitet, um einen flacheren Übergang zur benachbarten Wiese herzustellen.
Parallel dazu haben Mitarbeiter der beauftragten Firma Lattner, Uhldingen, die Bachsohle um 50 bis 80 Zentimeter angehoben. "Reduziert sich die Fließgeschwindigkeit, steigt der Selbstreinigungseffekt an", erklären friedrich Beran und der neue Zivi Niels Batke, der seit Oktober beim BUND Markdorf tätig ist, das hinter den Maßnahmen stehende Ziel. Zudem solle auch dem Gedanken der Biotopvernetzung Vorschub leisten. Beran verweist darauf, dass mit den Gebieten Altweiherwiesen östlich von Oberteuringen, mit dem Hepbach-Leimbacher-Ried sowie mit Eisweiher könne von einer lockeren Biotopvernetzung gesprochen werden.

Das Projekt auf Grund und Boden des Landes ist von der Stadt Markdorf sowie vom Landkreis Bodenseekreis genehmigt. Rund 3000 Mark hat dieses Vorhaben gekostet. Die Mittel hierfür stammen aus Kreispflegegeldern, von der Deutschen Umwelthilfe, vom BUND und Spendengeldern, die Patenschaften übernommen haben.

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