Alles über das Heckrind
Geschichtliches zum Heckrind...
Der Auerochse ist der Stammvater aller Hausrinder. Einst waren diese Wildrinder
über weite Teile Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet, bis
sie vor über 300 Jahren ausstarben.
Den Gebrüdern Heck, Zoodirektoren in München und Berlin, gelang
es durch Rückzüchtung in den 30iger Jahren einen "Neuen
Auerochsen" vorzustellen, der mit Ausnahme der Größe wesentliche
Eigenschaften des Ur-Rindes aufwies. Inzwischen hat sich dieses Heckrind
(benannt nach den Züchtern) zu einer widerstandsfähigen Rasse
stabilisiert. Es dürften heute europaweit mehrere tausend Tiere leben.
Urzeitliches Aussehen...
Die Kälber werden braun geboren und färben sich in den ersten
Monaten um. Die Stiere sind schwarz mit einem hellgelbgrauen Strich auf
dem Rücken (Aalstrich). Die Kühe sind schwarz bis rötlichbraun
mit einem rotbraunen Aalstrich.
Beide verfügen über ein weißbehaartes Maul, das sich je
nach Ausprägung wie auch die hellen Stirnlocken stark von dem schwarzen
Kopfhaar abhebt.
Im Winter schützen sich die Tiere durch ein dichtes, stumpfes und
längeres Winterfell. Das Sommerkleid ist kurz und glänzend.
Die Hörner sind weit nach vorne ausladend und von heller bis weißer
Farbe mit dunkler Spitze.

Der Stier der Herde
Das Heckrind trotzt den Naturgewalten...
Heckrinder sind widerstandsfähig gegen Kälte, Hitze und Krankheiten.
Sie leben das ganze Jahr über im Freien, auch bei tiefen winterlichen
Temperaturen. Bei hochsommer-lichen Temperaturen zieht sich die Herde
meist in den Schatten der Büsche und Gehölze zurück.Voraussetzung
für diese Anpassungsfähigkeit ist, dass die Kälber im Freien
geboren werden und dort von Anfang an den jahreszeitlichen Veränderungen
ausgesetzt sind.
Das Heckrind ist nicht wählerisch...
Bei der Auswahl seiner Nahrung ist das Heckrind äußerst anspruchslos.
So zählen trotz eines guten Angebotes an Süßgräsern
auch Seggen und andere Sauergräser zum Speisezettel. Gehölze
bis etwa Daumendicke werden ebenfalls nicht verschmäht. Bevorzugt
werden hierbei Weiden und Faulbäume. Beides sind Sträucher die
maßgeblich zur Verbuschung beitragen.
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