Nicht nur zum Anschauen...
Heckrinder als haarige Landschaftspfleger...
Das Hepbacher-Leimbacher Ried ist durch menschliche Bewirtschaftung,
vor allem durch Streumahd, entstanden. Die Streu wird heute aber von niemandem
mehr benötigt. Bei ausfallender Mahd wächst die offene Riedlandschaft
mit Büschen zu und wird auf die Dauer wieder zu Wald. Die Tier- und
Pflanzenarten der offenen, weiten Riedlandschaft verlieren dadurch ihren
Lebensraum und wir das vertraute Landschaftsbild unserer Heimat. Deshalb
wurde die Riedlandschaft bisher durch maschinelle Pflegemahd offen gehalten.
Auf geeigneten Teilflächen ist dies auch kostengünstig und wenig
zeitintensiv durch Beweidung möglich. Das robuste und anspruchslose
Heckrind zeigt dafür die idealen Voraussetzungen. Nicht einmal ein
Unterstand ist erforderlich, als Schutz reichen die vorhandenen Gehölze
aus.
Die Weideflächen tragen mit ihrem Strukturreichtum wesentlich zur
Diversität des Gebietes bei.

Die Heckrinder als Landschaftspfleger
Veränderungen der Tier- und Pflanzenwelt...
Die Heckrinder tragen mit ihrem Fressverhalten dazu bei, dass die Verbuschung
zurückgedrängt wird; das offene und lichte Wiesenland mit seinen
vielfältigen Strukturen bleibt erhalten. Fraßinseln wechseln
mit Altgrasbeständen ab und bieten neue Unterschlüpfe und Lebensräume
für Insekten, Amphibien und Reptilien. Mit der Vergrößerung
des Nahrungs- und Beuteangebotes entstehen auch neue Brutmöglichkeiten
für Vögel. Eine regelmäßige Storchenbrut sowie die
Anwesenheit von Braunkehlchen, Kiebitz, Rohrammer und Neuntöter bestätigen
den Erfolg des Pflegekonzeptes!

Der Storch brütet regelmäßig
im Ried.
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Die Vogelwelt provitiert von dem großen
Nahrungs- und Beuteangebot.
hier: der Neuntöter
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