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Alles Wissenswerte über die Störche in Markdorf...

 

NSG Hepbach-Leimbacher Ried

 

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Position:
Ort: NSG Hepbach-Leimbacher Ried, Markdorf
(47°45'N / 09°23'E)
Horst: Pappelhorst Nr. 150

 

Chronologie:

2000 Übersommerung eines nicht geschlechtsreifen Storchenpaares


2001 Übersommerung einzelner Störche


2002 erste Brut auf dem „Storchenhorst”
Männchen: 4 Jahre alt, ehemaliger „Käfigstorch” aus dem Elsaß, überwinterte zum Teil hier im Ried
Weibchen: 3 Jahre alt, geboren in Ostrach, hatte ein Jahr zuvor im Eisweiher gebrütet
Ende Juli: 3 Junge fliegen nach Süden aus


2003 erneute Brut
gleiches Männchen wie 2002, Weibchen 2 Jahre alt, geboren im Elsaß
Gelege von 2 Eiern, die Jungen sterben im Alter von etwa 3 Wochen
Todesursache: eventuell durch einen Steinmarder totgebissen
das Paar verlässt das Hepbacher-Leimbacher Ried im Juni


2004
über Monate besetzen 8 Störche den Lebensraum
kein Brutpaar


2005
Ein Brutpaar bezieht einen Pappelhorst an der Brunnisaach, Beide Partner brüten im Wechsel. Wenige Tage vor dem Schlüpfen der Jungen verlässt der Brutstorch das Gelege. Ein Ei wird mit gebrochener Schale unter dem Horst gefunden, zwei Eier sind komplett und liegen im Reisig des Nestrandes.
Was ist geschehen? Ein Storchenkampf hat zur Gelegezerstörung geführt?


2006
erneute Brut am gleichen Horst. Die noch jungen Störche (einer stammt aus der Schweiz, der andere aus Straubing/Bayern) legen nur 2 Eier. Die Küken überleben die nasskalte Witterung. Beide Jungstörche werden flügge, leider wird einer der beiden tot in Horstnähe gefunden. Noch im September sind abends die Alttiere im Horst zu beobachten.
Brutergebnis: 2 Jungtier


2007
Brut ab Anfang April: beide Störche sind beringt. Nummern: A 3500, geb. 2003 in Straubing/Donau, SA 662 (beringt in der Schweiz, Kanton Zürich).
Erste Maiwoche: 3 Junge schlüpfen, Ende Mai: 1 Junge überlebt die Kälte und den
Regen und wird am 06.06.2007 beringt.
Brutergebnis: 1 Jungtier
Beide Eltern sind bis Weihnachten im Ried und übernachten auf dem Brutnest

 

NSG Eisweiher

 

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Position:
Ort: NSG Eisweiher, Markdorf
Horst: Masthorst

 

Chronologie:

2002
Männchen: 2 Jahre alt, geboren in Gutmadingen (TUT)
Weibchen: 2 Jahre alt, geboren in Soultz-Haut-Rhin (Frankreich)
Brutergebnis: 3 Jungstörche


2003
selbes Männchen wie 2002, Weibchen ist unberingt
Gelege von 2 Eiern, die Jungen sterben im Alter von etwa 3 Wochen
Todesursache: Untersuchungen fanden Haushaltsgummis im Magen der Jungstörche


2004 Aufenthalt eines Storchenpaares während des Frühjahrs und des Frühsommers
Nicht geschlechtsreif, daher keine Eiablage


2005 selbes Storchenpaar wie 2004, Männchen ist unberingt und Weibchen ist aus
dem Elsass
Gelege von 4 Eiern, alle Jungen sterben möglicherweise an einer Infektion


2006 Ein Brutpaar ( Männchen aus Frankreich Weibchen unberingt ) bekommt 4
Junge, wobei das Jüngste durch Wetter-Unbilden ums Leben kommt.
Der in Frankreich gebürtige Elternstorch erstickt kläglich beim Auswürgen
einer Plastik-Wurstpelle, die er anscheinend auf einer Biomüll-Umladestation als vermeintliche Nahrung aufgenommen hat.
Die drei Jungen waren schon im Ausflugsalter, so dass das Weibchen sie allein durchbrachte


2007
Männchen: 2 Jahre alt, geboren in Tüfingen
Weibchen: unberingt, möglicherweise selbes wie 2006
Gelege von 3 Eiern, die Jungen überleben die nasskalten Junitage nicht

 

Wissenswertes:

 

- Der Storch im Hepbach-Leimbacher Ried war 2002 der selbe wie im Jahr zuvor. Doch mit einer anderen Partnerin! Ursache dafür kann sein, dass das Weibchen auf dem langen Flug umgekommen ist.

 

- Die normale Brutzeit der Störche beträgt 33 Tage.

 

- Ungefähr vier Wochen nach dem Schlupftermin, werden die Jungstörche beringt.

 

- Es wird zwischen Wild- und Projektstörchen unterschieden. So sind die Störche im Hepbach-Leimbacher Ried und NSG Eisweiher beides Wildstörche. Projektstorch heißt, dass er entweder aus der Gefangenschaft freigelassen wurde oder ein Nachkomme solcher in Gefangenschaft lebender Störche ist.

 

- Den ersten Flug wagen die Jungstörche zwischen dem 60. und 70. Lebenstag.

 

- Zirka im letzten Augustdrittel machen sich die Störche wieder auf den Weg in ihre Überwinterungsgebiete.

 

Ein bisschen stolz sind wir schon auf bisherigen Erfolg des Storchenprojekts und blicken gespannt auf den weiteren Verlauf. Durch im Rahmen von Pflegeeinsätzen durchgeführten Entbuschungsaktionen/Weidenschnitt versuchen wir ständig, Habitatverbesserungen zu erreichen.

Dürfen wir beim nächsten Mal auf Ihre Mithilfe zählen?

 

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