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Die Entwicklung des Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiets "Eisweiher"

Eine chronologische Abfolge der Ereignisse und Tätigkeiten:

 


bis 1806 Das Gebiet des heutigen NSG "Eisweiher" befindet sich in klösterlichem Besitz.
Zwei Weiher dienen der Fischzucht.


1888 Vermutlich wurde das Gebiet in diesem Jahr trocken gelegt.
Das Gebiet befindet sich seit der Säkularisierung im Besitz des Landes.


bis 1975 Das Gelände wird als Streuwiese genutzt (Stalleinstreu).


bis 1983 Es werden Drainagegräben gefräst und ungenehmigter Umbruch zu Ackerland findet durch die Pächter statt (Mais-, Getreidedüngung).


ab 1983 Der BUND Markdorf bemüht sich kleine Restbestände an Orchideen vor der Verbuschung zu bewahren. Die Mahd der verbliebenen Streuwiesenflächen erfolgt per Hand.
Der BUND Markdorf betreibt langjährige Lobbyarbeit, um ein Ende der Ackernutzung und die Wiederherstellung des ehemaligen Feuchtgebietes mit ungedüngten Flächen zu erreichen.
Ein entsprechender Beschluss der Landesregierung kommt zu Stande und der BUND Markdorf erhält den Pflegeauftrag für weite Teile des Flurstücks 2600 "Eisweiher" (15.03.1989)


1990 bis 1995 Anlage von 15 Gräben und Tümpeln auf ehemaligen Ackerflächen
Der Hauptgraben mit starker Wasserschüttung wird zu einem mäandrierenden Bächlein mit Bepflanzung umgestaltet.
Anhebung des gesamten Wasserspiegels.
Ausweisung eines Teiles der Fläche als Naturschutzgebiet.

ab 1995
Der Maschienenring beginnt durch die Vermittlung des BUND Markdorf mit der winterlichen Pflegearbeit.
Die ehemaligen Ackerflächen werden wieder feuchtes, seggenreiches Wiesenland mit Hochstauden.


April 2000
Der Bau einer Storchennisthilfe sorgt sofort für eine erflogreiche Bruttätigkeit, die bis heute anhält.
In Absprache mit dem BUND Markdorf weiden auf ca. 30% der Fläche zwei Pferde mit minimaler Zufütterung.


2000 bis 2004
Viele Pflegearbeiten wie Humusabschiebungen und Entbuschungen durch den BUND sowie eine verbesserte Stauhaltung des Mittelgrabens führen zu einer weiteren Aktivierung des Feuchtgebietes und zu einer Reduzierung der Stickstoffausschwemmung.


2004 Die EU benennt den Eisweiher zum FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet).


2005 Das Interreg IIIA-Projekt "Feuchtgrünland und Storchenlebensräume zwischen Alpenraum und Donau" wird mit vielen Projektpartnern aus der Taufe gehoben.


2006/ 2007 Unter den 95 Maßnahmen des oben genannten Projekts sind auch fünf für den "Eisweiher" vorgesehen, die durch den BUND Markdorf als Projektpartner durchgeführt werden.
1. Lebensraumverbesserungen im LSG/NSG "Eisweiher": Grabenaufweitung, Wasserrückhalt,Schaffung von Flachtümpel, Entbuschung.
2. Errichtung einer Beobachtungsstelle zur Erkundung der Tier- und Pfalnzenwelt des NSG "Eisweiher".
3. Aufstellen einer Infotafel zur Unterrichtung der Besucher über das " interregIII A- Projekt", sowie über Flora, Fauna und ökologische Zusammenhänge -und Prozesse in der Natur.
4. Extensive Beweidung eines großen Teils der Fläche des 14 ha großen Gebiets mit Heckrindern, als ökologisch und ökonomisch beste Art der Flächenpflege.
5. Der BUND Markdorf errichtet einen Elektrozaun zur Eingrenzung der 12 ha großen Weide.


 

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