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Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Regionalverband Mittlerer Oberrhein
| Eklatanter
Widerspruch zwischen Flächenschutzbündnis der Landesregierung
und Praxis vor Ort - Beispiel Bretten
Am gleichen Tag, an dem das baden-württembergische Umweltministerium eine Pressemitteilung mit der Überschrift "Stadtentwicklung auf der grünen Wiese ist ein Auslaufmodell" herausgab, hat die Raumordnungsbehörde - der politische Regionalverband Mittlerer Oberrhein - beschlossen, den Regionalplan auf Gemarkung Bretten zu ändern. Hier wurden inzwischen 23 ha Mischwald vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg, der Rüdtwald, für ein Gewerbegebiet gerodet werden. Ein bundesweit wohl einmaliger Vorgang! Dies obwohl im Umkreis von Bretten mehr als 300 ha Gewerbeflächen auf Käufer warten. Das Angebot von Nachbargemeinden, ihre brachliegenden Gewerbeflächen Bretten zur Verfügung zu stellen, wurde von der Stadt Bretten abgelehnt. Die Einsprüche gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes - bundesweit 250 - wurden ignoriert. Außerdem forderten 6000 Bürger per Unterschrift die Erhaltung ihres Waldes. Die Vorgehensweise der Stadt Bretten und der Raumordnungsbehörde steht in eklatantem Widerspruch zwischen großer Theorie und Praxis vor Ort. Die Landesregierung hat Ende 2004 mit dem BUND-Landesverband, dem Städtetag, der Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände und weiteren Organisationen das Aktionsbündnis "Flächen gewinnen in Baden-Württemberg" geschlossen, das den fortschreitenden Flächenverbrauch bremsen will. Bretten ist zum Prüfstein der Glaubwürdigkeit baden-württembergischer Umweltpolitik geworden. Der längst überfällige Paradigmenwechsel in der Siedlungspolitik muss vollzogen werden. Und - Bretten ist kein Einzelfall: In zahlreichen Flächennutzungsplänen wird verfahren, als würden wir in Baden-Württemberg vor einer Einwanderungswelle und vor unglaublichem Gewerbewachstum stehen. Gerhard Dittes, BUND
Bretten, BUNDDittes Gegen die Abholzung des Brettener Rüdtwaldes für ein Gewerbegebiet! (Außerhalb unserer Seiten) "Flächenverbrauch
im Land weiter verringern" (Erklärung der Landesregierung) Aktionsbündnis
"Flächen gewinnen in Baden-Württemberg" |