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(zum Programm)

4.Wintertagung am 27.3.2007 in Güstrow

Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse in Mecklenburg-Vorpommern:
schonend und naturbelassen, für mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum

Zum Thema:

Der ökologische Landbau entwickelt sich! Die ökologischen Verarbeiter und die Bio-Händler verzeichnen in Deutschland seit mehreren Jahren zweistellige Umsatzsteigerungen. Alle Super-märkte und Discounter führen Bio-Eigenmarken. Es kam erstmals zu Engpässen bei der Lieferung von ökologischen Rohwaren. Die Anzahl der Bio-Betriebe nahm dagegen im gleichen Zeitraum nur gering zu.

Die Verarbeitung der in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten ökologischen Rohwaren, ob Getreide, Fleisch oder Kartoffeln erfolgt zum großen Teil in anderen Bundesländern, das bedeutet: die eigentliche Wertschöpfung findet nicht in unserem Land statt. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Bio-Betriebe mit Verarbeitung beträgt 46 von insgesamt 661. Die Verarbeitungsbetriebe, die gewerblich ökologische Lebensmittel herstellen, sind entweder industrielle Spezialbetriebe oder handwerkliche Hof-Bäckereien,-Molkereien und -Schlachtereien. Einzelne konventionelle Verarbeitungs-betriebe verarbeiten regelmäßig oder saisonal Bio-Fleisch, -Geflügel oder -Obst.

Bisher gab es in Mecklenburg-Vorpommern keine spezielle Förderung für die Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse. Landwirtschaftliche Bio-Betriebe können über das Agrar-investitionsförderungsprogramm (AFP) die erste Verarbeitungs-stufe gefördert bekommen oder über den Umweg der Gründung einer landwirtschaftlichen Erzeuger-Gemeinschaft. Eine Absatz-förderung ist im Sinne einer Förderung der Direktvermarktung möglich.  Für gewerbliche Verarbeiter ist es ab 2007 möglich, im neuen ELER-Programm maximal 25% der Investitionssumme gefördert zu bekommen.

Die Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse zu regional-unverwechselbaren Bio-Lebensmitteln ist eine Alternative zur industriellen Massenproduktion global-austauschbarer konventioneller Lebensmittel. Ökologische Verarbeitung kann industriell oder handwerklich erfolgen, aber stets so schonend wie möglich, um so naturbelassene, geschmackvolle und gesunde Bio-Lebensmittel herzustellen. Ökologische Verarbeitung, schafft sinnvolle Arbeit im ländlichen Raum und führt zu einer höheren Wertschöpfung in der Region.

Spezielle Fördermöglichkeiten, aber auch die Vereinfachung der europäischen Hygiene-Vorschriften können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der ökologischen Verarbeitungsbetriebe in Zukunft verbessern. Die 4. Wintertagung des Agrarbündnisses will die Situation der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern darstellen, deren besonderen Konzepte und Kriterien betrachten sowie die neuen Anforde-rungen des Hygienerechtes und die Fördermöglichkeiten für ökologische Verarbeitungsbetriebe erläutern. Anschließend präsentieren sich sieben interessante und erfolgreiche Beispiel-betriebe aus Mecklenburg-Vorpommern, die Bio-Milch, -Fleisch und -Getreide entweder handwerklich oder industriell zu hoch-wertigen ökologischen Lebensmitteln verarbeiten.

Anmeldung per E-Mail


Programm 4.Wintertagung am 27.3.2007 in Güstrow

10.00 Uhr Begrüßung und Einleitung  
10.15 Uhr Die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Deutschland Dr. Felix Prinz zu Löwenstein
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft,  Berlin
11.00 Uhr Konzept und Kriterien der ökologischen Verarbeitung

Dr. Alexander Beck
Büro Lebensmittel und Qualität, Oberleichtersbach

11.30 Uhr Stand und Förderung der ökologischen Verarbeitung in MV Dr. Kai-Uwe Kachel
Landwirtschaftsministerium MV
11.45 Uhr

Das europäische Hygienepaket

Dr. Christian Kühn
Landwirtschaftsministerium MV
12.00 Uhr Bio-Mittagessen  
13.00 Uhr

Bio-Kuhmilch-Käse  aus der Hofkäserei

Gaby Fiebig
Hof Zandershagen
13.30 Uhr

Bio-Milchprodukte in NOP-Qualität

Hubert Böhmann
Gläserne Meierei, Upahl
14.00 Uhr

Handwerkliche Lohnverarbeitung von Bio-Fleisch

Stephen Megges
Landfleischerei Megges, Groß Mohrdorf
14.30 Uhr

Bio-Fleisch aus dem Garten der Metropolen

Thomas Thönes
Thönes Bollewick/Müritz
  Bio-Kaffee und -Tee  
15.00 Uhr

Bio-Geflügel halten, verarbeiten und vermarkten

Armin Kremer
 BIO Geflügel Mecklenburg GmbH, Severin
15.30 Uhr

Bio-Getreide handwerklich vermahlen und verbacken

Christian Fries
Mühlenbäckerei, Medewege
16.00 Uhr

Bio-Eis  aus der Uckermark

Olaf Köller
Eiscafé Cadillac, Templin
16.30 Uhr  Zusammenfassung und Ausblick