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Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
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Schwerin / Güstrow, 15.3.2006 Ergebnisse der Tagung des Agrarbündnisses zur bäuerlichen Nutztierhaltung Agrarbündnis fordert mehr bäuerliche Nutztierhaltung statt industrieller Tierproduktion für Mecklenburg-Vorpommern Zukünftige EU-Gelder sollen in bäuerliche Strukturen mit artgerechter Nutztierhaltung statt in Großbetriebe und industrielle Tierhaltungsanlagen gehen. Das ist eine von insgesamt acht Forderungen, des Agrarbündnis Mecklenburg-Vorpommern nach der gestrigen 3. Winter-Tagung zu bäuerlicher Nutztierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow. Die EU-Verordnung zur zukünftigen Förderung des ländlichen Raumes (ELER-Verordnung) fordere für die Vergabe von Fördermitteln Tierhaltungs-Standards, die „über die einschlägigen Vorschriften...des nationalen Rechts hinausgehen“ – so Artikel 40 der ELER-Verordnung. „Das bedeutet, dass Mecklenburg-Vorpommern jetzt bei der Programmplanung vor der Entscheidung steht: Wird ab 2007 weiter auf eine global austauschbare Landwirtschaft mit industrieller Pflanzen- und Tierproduktion mit Gentechnik gesetzt oder auf eine unverwechselbare qualitätsorientierte Landwirtschaft im Gesundheitsland Nr.1 - ohne Gentechnik, mit Ökolandbau und artgerechter, bäuerlicher Nutztierhaltung.“, so Dr. Burkhard Roloff, Agrarexperte des BUND im Agrarbündnis. „Zu den Forderungen, die Agrarbündnis deshalb an die jetzige Landesregierung richtet, gehört auch die Förderung von Betrieben, die garantiert gentechnikfreie Futtermittel erzeugen durch ein Landesprogramm und eine Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte, die mit gentechnisch veränderten Organismen erzeugt wurden.“ sagt Corinna Cwielag, BUND-Landesgeschäftsführerin. Wichtige Forderung der Verbände des Ökologischen Landbaus im Agrarbündnis ist die wettbewerbsgerechte Ökolandbau-Förderung: „Da macht Österreich mit einer starken Landesförderung gerade vor, wie ein Bekenntnis zu einem „Gesundheitsland“ aussehen kann.“ so Dr. Burkhard Roloff. „Sowohl die Bio-Umstellungsförderung für Neueinsteiger als auch eine genügend hohe Beibehaltungsförderung zur weiteren sinnvolle Nutzung des Bio-Grünlandes durch ökologisch gehaltene Nutztiere muß in Mecklenburg-Vorpommern ab 2007 gewährleistet sein.“ Auf der von mehr als 100 Teilnehmern besuchten Tagung präsentierten sich sieben bäuerliche Betriebe, die ihre Nutztiere besonders artgerecht halten und füttern, alternative Haltungsformen praktizieren sowie alte oder regionale Nutztierrassen züchten und dadurch sinnvolle Arbeit im ländlichen Raum schaffen. Gefeierter Neueinsteiger in artgerechte Nutztierhaltung auf der Tagung war Helmut Peters aus Siemitz. Der Familienbetrieb mit 228 ha hat ein altes Stallgebäude nach den NEULAND-Kriterien für besonders artgerechte Schweinehaltung umgebaut und hält dort 60 Sauen und 2 Eber mit Stroheinstreu und Auslaufboxen. Die Vertreterin des Deutschen Tierschutzbundes kritisierte auf der Agrarbündnis-Tagung scharf den Einsatz von Agrarminister Backhaus für die Weiterführung der Käfighaltung und für eine deutsche Schweinehaltungsverordnung, die aus Sicht des Tierschutzes in Bezug auf Platzvorgaben und Lichtverhältnisse völlig unzureichend sei. |
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