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Agrarbündnis Mecklenburg-Vorpommern

Gründungsresolution vom 9.10. 2001

Das Agrarbündnis Mecklenburg-Vorpommern will die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns insbesondere das Landwirtschafts- und Umweltministerium dazu zu drängen, die Wende in der Agrarpolitik zu unterstützen und nicht, wie bisher zu verzögern.

Ziele des Agrarbündnisses:

  1. Das Bündnis setzt sich für eine konsequent ökologische Orientierung der Landwirtschaft ein. Das gilt auch und gerade für den konventionellen Landbau. Das Land Mecklenburg-Vorpommern muß Vorreiter sein bei der Prämierung der Reduktion des Einsatzes von mineralischen Stickstoffdüngemitteln, von Pestiziden und Antibiotika in der Tierernährung.

  1. Der ökologische Landbau muß auf Landesebene einen höheren Förderstellenwert erhalten. Mecklenburg-Vorpommern ist bei der Förderung des ökologischen Landbaus mittlerweile Schlußlicht in Deutschland. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen muß in Zukunft besonders die Umstellung auf besseren Standorten vorangetrieben werden.

  1. Artgerechte Tierhaltung muß konsequent gefördert werden. Dabei sind die Kriterien wie z.B. Auslauf für die Tiere und Stroheinstreu anzulegen, die das Agrarbündnis auf Bundesebene schon vor 10 Jahren definiert hat. Die Wettbewerbe des Landwirtschaftsministeriums zur Tierhaltung dürfen nicht weiter tierquälerische Haltungsformen prämieren.

  1. Das Agrarbündnis wendet sich auf Landesebene gegen den Ausbau von Großviehanlagen. Diese Anlagen sind ökologisch und ethisch nicht akzeptabel und bringen kaum neue Arbeitsplätze.

  1. Die ökologische Wende ist nur mir einer begleitenden sozialen Wende zu erreichen. Im ländlichen Raum müssen mehr Beschäftigte für ökologisch orientierte Landwirtschaft, für Naturschutzpflegemaßnahmen durch Landwirte und für regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte Arbeit finden. Dafür sind entsprechende Strukturen zu schaffen.

  1. Das Agrarbündnis fordert, daß die Beihilfen für die Landwirtschaft nur noch an die Honorierung ökologischer und sozialer Leistungen und an artgerechte Tierhaltung gebunden werden. Damit können mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als mit dem jetzigen Prämiensystem.

Unterzeichner:

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Dr. Jörg Gerke

Bioland Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Böhm

BUND, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Hendrik Fulda

Demeter Mecklenburg-Vorpommern, Georg Wilhelm Jahn

Deutscher Tierschutzbund Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Bonny

Gäa Mecklenburg-Vorpommern, Regina Witt

NABU, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Rica Münchberger

Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung, Eckhardt Wendt

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Autor dieser Seiten: BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V.