BUND-Einschätzung der "Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall an Bäume" (ESAB)

von der Forschungsgesellschaft für Straßenbau und Verkehr (FGSV) / BMVBW

Der neue Entwurf bietet keine Gewähr für den Erhalt der Alleenlandschaft und wird vom BUND deshalb abgelehnt. Die Landesregierungen sind aufgefordert die ESAB abzulehnen. Die ESAB dürfen keine Dienstanweisung für die Straßenbauämter werden.

Zum Inhalt:
Der nunmehr als "Empfehlung" getarnte frühere Richtlinienentwurf klassifiziert Bäume am Straßenrand grundsätzlich als "gefährliche Hindernisse" und schreibt vor, daß sie "an Straßen nur dort gepflanzt werden, wo sie durch Fahrzeuge, die von der Fahrbahn abkommen nicht erreicht werden können".

WARNUNG: Die Praxis zeigt, daß Empfehlungen genauso wirkungsvoll sind wie Richtlinien, das heißt sie werden widerspruchslos befolgt zumal sie meist als Erlaß an die nachgeordneten Dienststellen weitergegeben werden.

FAZIT:
Das ganze ist nur alter Wein in neuen Schläuchen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft will über die FGSV Unfallkostensenkung auf Kosten der Alleebäume durchsetzen.

Die guten Regelungen des Landesnaturschutzgesetzes zum Erhalt der Allen in Mecklenburg-Vorpommern würden damit noch wirkungsloser werden.

Die ESAB müssen zurückgezogen werden. Die Landesregierung ist aufgerufen sie entschieden abzulehnen.

Schwerin, Mai 2001 - BUND Mecklenburg-Vorpommern

 
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Autor dieser Seiten: BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Zuletzt geändert: Thu Nov 1 19:37:14 CET 2001