BUND-Position zum Entwurf zur Richtlinie zum Schutz vor Baumunfällen (RSB) der FGSV / BMVBW

Der Richtlinienentwurf ist auf Grund des massiven Protestes von Umweltverbänden, Landespolitikern und Verwaltungen im Jahr 2000 zurückgezogen worden. Im Februar 2001 wurden neue "Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall an Bäume" (ESAB) vorgelegt. Siehe dazu "BUND-Einschätzung zu den ESAB".

Der von der Forschungsgesellschaft für Straßenbau und Verkehr (FGSV), Köln im November 1999 vorgelegte Entwurf eine neue Richtlinie zum Schutz vor Baumunfällen (RSB) wird vom BUND aus grundsätzlichen Erwägungen des Alleen- und Landschaftsschutzes abgelehnt.

Der BUND sieht dabei sehr wohl den Bedarf einer Erhöhung der Verkehrssicherheit, diese darf jedoch nicht einseitig durch weitgehende Alleebaumfällungen und den Verzicht auf Nachpflanzungen realisiert werden.

Kritikpunkte

FAZIT:

Mit der Richtlinie werden leider nur Wirkungen und nicht die Ursachen bekämpft. Gibt es in Zukunft keine Alleebäume an der Straße mehr, die sie optisch verengen, wird auch ein monotoneres Landschaftsbild Geschwindigkeitsübertretungen und Unfallhäufigkeit fördern. Die optische Wirkung von Alleen auf angepaßtere Fahrweise und Dämpfung der Geschwindigkeit ist mittlerweile unumstritten. (Siehe Initiative von Ford in Brandenburg, Siehe Studie "Verkehrsgrün")

BUND-Forderungen:

Ansatzpunkte:

In Mecklenburg-Vorpommern sind in einigen Alleen Maßnahmen im Sinne der BUND-Forderungen vorgenommen worden. Die Zahl der Baumunfälle mit Personenschaden ist in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom November 1999 seit 1995 ständig gesunken.
Mit den genannten Maßnahmen kann die Zahl der Unfälle weiter gesenkt werden und auch Einfluß auf die Schwere genommen werden.

Schwerin, August 2001 - BUND Mecklenburg-Vorpommern

 
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Autor dieser Seiten: BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Zuletzt geändert: Thu Nov 1 19:36:45 CET 2001