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Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
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Alleenpaten berichtenBericht der Alleenfreunde des Mittelhof Gessin e.V.Die Interessengemeinschaft Alleenfreunde fand sich vor
einem Jahr unter dem Dach des Mittelhof Gessin e.V. zusammen. Anlass waren
Planungen, die Kreisstraße zwischen Basedow und Gessin zu verbreitern. Dazu
wäre es erforderlich gewesen, die Linden an dieser Alleenstraße zu fällen.
Nach öffentlicher Diskussion und gründlicher Prüfung aller Gegebenheiten
musste davon aber Abstand genommen werden. Dies nicht zuletzt, weil die
Straße zum denkmalgeschützten Bereich des Landschaftsparks Basedow –
Ein Schwerpunkt der Aktivitäten der Interessengemeinschaft, die die Patenschaft für die Lindenallee übernommen hat, ist es nun, dafür einzutreten, dass Empfehlungen der Unteren Naturschutzbehörde zum weiteren Umgang mit der Allee zur Grundlage weiterführender Entscheidungen gemacht werden. Überraschend war es zu lernen, wie groß der Kreis der Fachleute ist, die beteiligt werden müssen bzw. sollten (Kreisverwaltung mit Denkmalschutz, Unterer Naturschutzbehörde und Tiefbauamt, Bürgermeister der zuständigen Gemeinde, Naturparkamt, Landesdenkmalschutz, Umweltministerium des Landes, der BUND und andere Verbände sowie Experten aus dem Einzugsgebiet). Motivierend ist die bisherige Erfahrung, dass überall die Bereitschaft gegeben ist, Naturschutz und Belange des Straßenbaus wie die Sicherheit auf Straßen als Einheit zu sehen. Die Interessengemeinschaft wird nun den Versuch unternehmen, gemeinsame Beratungen mit möglichst allen Entscheidern und Experten zur Erarbeitung eines fachlich überzeugenden und finanzierbaren Konzepts für den Erhalt von Allee und Straße zu initiieren und dessen schrittweise Verwirklichung zu begleiten. Und wenn die Kraft reicht – da gibt es in der Nähe eine der schönsten alten Robinienalleen Mecklenburg-Vorpommerns (erster Abschnitt des Landwegs von Gessin nach Stöckersoll), deren Pflege und Erhalt besondere Aufmerksamkeit verdient. Hans Ulrich Kibbel Vielen Dank den Alleenpaten aus Gessin. Ich weiß, mit wie viel Engagement sich die Alleenfreunde für den Erhalt und Schutz ihrer Allee eingesetzt haben. Ich wünsche allen weiterhin viel Ausdauer und Kraft und vor allem, dass sich noch zahlreiche Mitstreiter der schönen Aufgabe anschließen. Die Idee, hier ein Konzept für den Erhalt, die Pflege und Neuanpflanzung der Allee anzuregen und weitere Alleen in die Patenschaft mit aufzunehmen werden wir vom BUND sehr unterstützen und bieten unsere Hilfe an. Ich wünsche allen Alleenpaten Freude beim Lesen des neuen Alleenrundbriefes. Über Anregungen und eigene Beiträge würde ich mich sehr freuen. Ihre Katharina Brückmann Referentin Alleenschutz BUND Mecklenburg-Vorpommern Schäden an der "Linde" (Lat. Tilia) ), der Baum Des Jahres 1991Die Linde wurde schon in unserem Alleenrundbrief "Winter 2006" näher beschrieben. Deshalb möchte ich hier auf zwei sehr häufig zu findende Schäden an der Linde eingehen. Wurzelschäden nach Baumaßnahmen Linden haben einen sehr hoher Feinwurzelanteil1. Die Wurzeltiefe beträgt je nach Bodenart zwischen 1,2-1,3 m auf sandigem Lehm und nur 0,4 m Tiefe auf Pseudogley. Als Baumart mit sehr hohem Feinwurzelanteil sind Wurzelschäden, wir wir sie nach Baumaßnahmen sehr häufig finden, besonders für die Linde von großer Auswirkung, da die Ernährung mit dem verbleibenden Grobwurzelanteil nicht ausreicht. Selbst wenn ein größtmöglicher Erhalt des Wurzelsystems durch die Freilegung z.B. in Handschachtung oder durch Saugtechnik gelingt, sind die anschließenden Bauschritte zum Aufbau des Unterbaus von Straßen oder Parkflächen mit dem Ziel des Wurzelerhaltes nicht vereinbar. Substrate wie z.B. Schotter-Split-Sandgemische, die dann zum Einbau kommen, verfestigen den Boden und behindern die Baumernährung. Die Verdichtung des Bodens ist oft so hoch, dass der Sauerstoffmangel im Boden das Wurzelwachstum stoppt und zum Absterben der Wurzelspitzen und -haare führt. 1 Ergänzung aus SINN, 1988: Buche, Hainbuche, Bergahorn, Spitzahorn und Winterlinde zeigen die intensivste Feinwurzelausbildung aller einheimischen Baumarten gleichmäßig über das ganze Wurzelwerk verteilt Schadwirkung durch den BrandkrustenpilzDer
Brandkrustenpilz ist ein Holzfäuleerreger, der an Laubbäumen große Schäden
hervorrufen kann. Man Die Fruchtkörper des Brandkrustenpilzes entwickeln sich von April bis Juni und erscheinen zunächst als weiße Myzelfächer, die sich rasch verdicken. Gereift bekommen die Frucktkörper eine graublaue, pulvrig aussehende Oberfläche. Der Rand bleibt weiß, solange die Fruchtkörper aktiv sind und wachsen. Im Laufe des Sommers werden sie allmählich dunkler und überziehen sich mit einer harten schwarzen Rinde. Häufig ist der Befallsschwerpunkt im Stock- und Wurzelbereich der infizierten Bäume. Hier treten auch die meisten Schadfälle auf, denn ausgeprägte Holzfäulen führen vorwiegend zu Bruchversagen im Bereich des Wurzelhalses. Besonders gefährdet sind Bäume, die keine ausgeprägten Wurzelanläufe ausgebildet haben. Vor allem bei infizierten Linden kommt es in solchen Fällen regelmäßig zum statischen Versagen, obwohl die Bäume häufig noch Kronen mit guter bis befriedigender Belaubung aufweisen. Wie bei vielen anderen Schaderregern hängt die Schadentwicklung auch bei einem Befall mit dem Brandkrustenpilz stark von der Reaktionsfähigkeit des Baumes ab. Bäume, die im Befallsbereich den Holzabbau durch Zuwachs kompensieren, z.B. durch Verstärkung der Wurzelanläufe, können über viele Jahre mit einem Pilzbefall leben. Erst wenn die Vitalität eines befallenen Baumes zurückgeht, greift der Pilz allmählich das statisch relevante Kompensationsholz an. In der Endphase zeigen diese Bäume deutlich erkennbare Absterbeerscheinungen bevor sie statisch unsicher werden. Ein Befall mit Schwerpunkt im Stammbereich ist meist weniger gefährlich. So findet man den Brandkrustenpilz z.B. regelmäßig an Buchen im Bereich von abgesetzten Stämmlingen oder ausgebrochenen Zwieseln. Vitale Bäume können die Ausbreitung des Pilzes durch ausgeprägte Wundränder hemmen und durch deutlich verstärktes Dickenwachstum über viele Jahre kompensieren. LITERATUR
Breitenbach, J. & Kränzlin, F., 1984 - Pilze der
Schweiz Band 1 Ascomyceten - Verlag Mycologia, Luzern. Aktiv tätig werden in Sachen AlleenschutzAlleenentwicklungskonzept in OstvorpommernNach weniger als einem Jahr Bearbeitungszeit wurde am
29.01.2007 im Umweltamt des Landkreises Ostvorpommern das
Alleenentwicklungsprogramm für alle Kreis- und untergeordneten Straßen
vorgestellt. Dieses Programm gibt eine Übersicht über alle Alleenabschnitte,
die Baumarten, Alter und Vitalitätszustand, Kabel- und Leitungsgräben. Es
werden Abschnitte für Neuanpflanzungen vorgeschlagen und besonders wertvolle
Alleenabschnitte ausgewiesen. Mit diesem Konzept, das sowohl aus
Fördermitteln als auch aus Mitteln des Umwelt- und Tiefbauamtes erstellt
wurde, hat der Kreis ein ausgezeichnetes Hilfsmittel für die Planung einer
gesunden Alleenlandschaft zur Verfügung. Einmalig und besonders
hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit von Umweltamt und Amt für Hoch-
und Tiefbau. Der BUND M-V setzt sich dafür ein, dass auch andere Landkreise dem Beispiel Ostvorpommern folgen. Der erste Baum für die neue Allee steht!Aus Protest und als Aufforderung einer zügigen Neubepflanzung der B96
südlich von Neubrandenburg
Alleenaustellung in PeenemündeAm Dienstag, dem 3.April 2007, wurde im
Historisch-Technischen Informationszentrum Peenemünde die Ausstellung über
Alleen in Mecklenburg-Vorpommern und im Landkreis Ostvorpommern eröffnet.
Aktueller Anlass für die Ausstellung ist das neue Alleenentwicklungskonzept des Landkreises Ostvorpommern. Der Landkreis Ostvorpommern ist der erste Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern, der über solch ein Konzept verfügt. Poster geben einen Einblick über Inhalt und Umfang des Konzeptes. Die Ausstellung vermittelt dem Besucher außerdem Interessantes zur Geschichte und zum aktuellen Zustand der Alleen und wie jeder Bürger zur Erhaltung der Alleebäume in Mecklenburg-Vorpommern beitragen kann. Eindrucksvolle Fotos dokumentieren die Schönheit, Bedeutung und Gefährdung unserer Straßenbäume. Ganz handfeste Ausstellungsstücke der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, wie Baumstämme, Wurzeln und auch ein junger Kastanienbaum, zeigen sehr anschaulich die Auswirkungen von Pilzbefall und Wurzelschäden. Die Ausstellung „Alleen in Mecklenburg-Vorpommern“ ist hier bis zum 10. Juni zu sehen. Ortsgruppe FriedrichsthalAm Sonnabend, dem 7.April, war es wieder soweit: In
der Lärchenallee in Friedrichsthal wurden weitere 3 Lärchen gepflanzt.
1798 ließ der Großherzog Friedrich Franz I. an der
Straße von Schwerin nach Lübeck auf einer Länge von 600 m Lärchen pflanzen.
Somit sind die ältesten Bäume gut 200 Jahre alt. Heute stehen hier noch 313
Lärchen, 43 von ihnen sind von der Erstpflanzung erhalten. Durch das seit 1997 andauernde Engagement des
Ortsbeirates wurden bereits 20 junge Lärchen neu gepflanzt. Das ist nicht
selbstverständlich und schon gar nicht einfach. Durch die knappen
finanziellen Mittel in der Stadtkasse und die neue Baumschutzordnung, die
nur noch heimische Laubbäume fördern lässt, konnte das Vorhaben in den
letzten Jahren nur durch das Finden von Sponsoren realisiert werden. Die persönliche Patenschaft über diese Bäumchen hat Herr Timm übernommen. Er wird sich besonders in den nächsten Jahren kümmern, dass die Bäume immer genug Wasser haben und es auch um die Bäume herum sauber und gepflegt aussieht. Demnächst: Alleenpatenschaft Banzkow Eine neue Alleenpatenschaft ist im Entstehen. In einer gemischten und sehr lückigen Allee entlang einer Landstraße, die die Orte Plate und Banzkow im Landkreis Parchim verbindet, wollen die Schüler der Friedrich-Wehmer-Schule Banzkow Bäume nachpflanzen und eine Patenschaft über diese Allee übernehmen. Das Projekt für die Beantragung der notwendigen Mittel ist in Arbeit. Ziel ist es, am 25. April, zum Tag des Baumes, die Patenschaft bei einem kleinen Alleenfest und mit einer Baumpflanzung feierlich zu übergeben. Dafür hat auch die Bürgermeisterin ihre Zusage gegeben. Um die Patenschaft mit Leben zu erfüllen, wurden bereits einige Ideen zusammengetragen. So könnte jede Abschlussklasse einen Baum pflanzen. Auch an einen Lauf oder eine Radtour ist gedacht. Alleenpatenschaft Neuendorf Angeregt durch den Artikel in einem Newsletter über die Alleenpatenschaft in Neuendorf-Zessin auf Rügen hat die Firma "Urholz" sich entschlossen, den Alleenpaten eine Elsbeere zu schenken. Die Firma will mit Hilfe des BUND das Pflanzen selten gewordener Baumarten fördern. Die Alleenpaten haben sich sehr gefreut und sofort gemeinsam mit dem Bürgermeister einen Standort gefunden. Dieser befindet sich in der Nähe der Allee und auch zu einem Umweltkindergarten. Die Alleenpaten und die Kinder werden sich gerne um das Gedeihen der Baumspezialität kümmern. Im Moment prüfen wir, ob gleich mehrere Elsbeeren an geeignter Stelle gepflanzt werden könnten.
Gemeinsam aktiv für den Schutz unserer Alleen
- Können Eltern, Freunde oder Verwandte nicht selbst aktive Alleenpaten werden, können sie trotzdem als Alleenpaten dazu beitragen, dass Mecklenburg-Vorpommern sein wichtigstes Markenzeichen behält. Bitte verteilt dafür die beigelegten Postkarten " RETTE MICH" 3 EURO im Monat helfen !! Alle Alleenpaten erhalten eine persönliche Urkunde über eine Alleenpatenschaft und vierteljährlich einen Alleenrundbrief. Tip: Eine Alleenpatenschaft ist eine Tat für die Zukunft. Sie eignet sich auch gut als Geschenk. Mehr Informationen
findet ihr hier |
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