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Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
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Alleenpaten berichtenBericht der Alleenfreunde des BUND Kreisverbandes Rems-MurrAm 2.November 2007 übernahmen das Biohotel Gutshaus Stellshagen und der BUND Kreisverband Rems-Murr aus Baden-Württemberg eine Alleenpatenschaft über die Allee entlang der Gemeindestraße Damshagen – Stellshagen, Landkreis Nordwestmecklenburg.
Es ist morgens um halb sechs in Schorndorf am ersten November. Nebel liegt wie ein dichter Schleier über dem stillen und kalten Schwabenländle. Silvia Hämmerle begibt sich auf die Fahrt nach Lutzenberg, das auch in Nebel gehüllt daliegt. Kaum jemand ist wach, außer Reinhard Muth, der bereits zum Aufbruch bereit ist. Die Autos werden getauscht und die Fahrt kann beginnen. Sofort nennt uns das Navigationssystem mit einer freundlichen Frauenstimme die Strecke: „Die Fahrtzeit beträgt ca. 8 Stunden und 28 Minuten für 839 km.“ - bis zum Gutshof Stellshagen. Die Landschaft huscht an uns vorbei und ändert sich kaum merklich. Einige Stunden später nähern wir uns schon Grevesmühlen, hier wollen wir Ursula Zeeb, die Bundes Schatzmeisterin abholen. Ein verfallener Ort erwartet uns, erstaunlicherweise ist aber der Bahnhofsvorplatz besser ausgebaut, als in manchem süddeutschen Städtchen. Da wir, die Stellvertreter des BUND Kreisverbandes Rems-Murr, nun vollständig sind, machen wir uns auf den Weg zu unserem endgültigen Ziel entlang herrlicher Alleen, die herbstlich geschmückt sind. Endlich sind wir angekommen. Der Gutshof mit „seinem“ Dorf wirkt fantastisch in der herbstlichen Atmosphäre. Die Zimmerverteilung ist zwar nicht dem Geschmack aller entsprechend, wir sind über das ganze Areal verstreut, doch die Zimmer entschädigen uns. Sie sind sehr spartanisch eingerichtet, verströmen aber eine sanfte Ruhe. Zum Abendessen begeben wir uns dann wieder in das Haupthaus. Hier duftet es bereits wunderbar von dem großen Buffet. Corinna Cwielag und Katharina Brückmann, die Vertreter des BUND in Mecklenburg Vorpommern, stoßen auch zu uns. Es herrscht eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Erfahrungen und Nachrichten werden ausgetauscht, der morgige Tag vorbereitet. Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen, bei dem wir die Vertreterin der anderen zukünftigen Alleenpaten, die Chefin des Gutshaus Stellshagen Frau Gertrud Cordes, kennenlernen, geht es los. Der Himmel ist bewölkt, doch das hält uns nicht auf. Gemeinsam laufen wir drei Rems- Murr- Vertreter zu „unserer“ Allee. Hier sind die Landschaftsgärtner des Guthofs bereits mit dem ausgraben der Gruben für die jungen Eichen fertig. Die Presse ist da und auch die Bäume liegen schon auf einem Anhänger bereit. Dann kann es ja losgehen. Alle packen an, sogar der Bürgermeister Willi Heidmann und der Mann von Frau Cordes, Bill Niklei. Als wir ein Hufeisen finden, wissen alle, dass die Operation nur erfolgreich verlaufen kann. Ursula Zeeb bringt den Landschaftsgärtnern noch schnell ein paar Handgriffe bei und der erste Baum steht schon bald fest verzurrt und verbuddelt da. Vor dem neu gepflanzten Baum als Kulisse werden die Alleenpatenschaftsurkunden verliehen und kleine Reden von allen Beteiligten gehalten. Schnell sind die restlichen zwei Bäume eingepflanzt. Heute hat sich jeder sein Mittagessen redlich verdient. Am Nachmittag können wir weit gereisten Alleenfreunde uns über eine ganz persönliche Führung zur Ostsee freuen. Wir fahren durch wunderschöne Alleen bei denen die bunten Blätter im Wind wirbeln. Die Ostsee ist herrlich. Vögel fliegen tief und das Rauschen erfüllt unsere Ohren. Hier sind wir im Grünen Band, einem Naturschutzgebiet, das sich durch ganz Deutschland entlang des ehemaligen Grenzzaunes zieht. Die Landesgeschäftsführerin des BUND Mecklenburg-Vorpommern, Corinna Cwielag, beschreibt uns Pflanzen und Steine. Wir erfahren auch viel über diesen Ostseestreifen zur Zeit der DDR. Niemand durfte hier an diesen Strand, es war gefährlich. Kaum vorstellbar, während wir hier so arglos stehen und den Wellen zusehen. Nun wird es langsam dunkel und wir gehen weiter. Im Wald soll es laut NABU einen Seeadlerhorst geben. Diesen wollen wir finden. Nachdem wir ein bisschen ziellos durch den Wald geirrt sind, hören wir einen Specht und versuchen diesen mit Hilfe unserer Ferngläser zu entdecken. Stattdessen findet Reinhard einen Horst, der dem gesuchten entsprechen könnte. Nun lässt sich auch der Specht sehen. Es ist ein Buntspecht. Als wir weiterlaufen, sieht Reinhard den Seeadler öfter und stellt sich als richtiger Vogelkundler heraus. Leider ist es im Wald nicht leise. Man hört auch hier noch das Stampfen der großen Schiffe. Mit Gesprächen über Vor- und Nachteile der DDR und der BRD machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Später am Abend fahren wir zusammen nach Schwerin, schauen uns die faszinierende Stadt an. Beeindruckend sind das mächtige Schloss mit seinen vielen Statuen, der Rathausplatz und die Ministerien. Als unsere Füße schmerzen und der Magen schon vernehmlich knurrt, kehren wir in einem kleinen Restaurant ein. Bei einer lebhaften Unterhaltung vergeht die Zeit wie im Fluge. Am nächsten Tag fahren wir zurück in die Heimat. Wir werden von herrlichem Wetter verabschiedet. Es war eine schöne und erfolgreiche Fahrt. Silvia Hämmerle Vielen Dank liebe Silvia für deinen
interessanten Reisebericht. Wir würden uns sehr freuen, unsere Alleenfreunde
aus dem fernen Baden-Württemberg bald wieder in Mecklenburg-Vorpommern
bergrüßen zu können, denn auch für uns waren es sehr schöne, erlebnisreiche
Stunden. Ihre Katharina Brückmann Die Stieleiche (Quercus robur) Baum des Jahres 1989
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| Alleenpaten aus dem Kurs Biologie der Regionalen Schule Lützow im Gespräch mit dem Obstbaumspezialisten, Herrn Franiel |
Am 2.Oktober 2007 haben Schüler der Regionalen Schule Lützow die Patenschaft über eine Birnbaumallee entlang der Gemeindestraße von Lützow nach Rosenow im Landkreis Nordwestmecklenburg übernommen. Gleichzeitig haben wir in der Schule die Alleenausstellung eröffnet. Anschließend gingen die Schüler zu der Allee wo der Baumspezialist, Herr Franiel, schon auf die Kinder mit allerhand Gartengerät wartete. Er hat Ihnen die unterschiedlichen alten Sorten anhand der Früchte erklärt, hat sie Pflegeschnitte an den Bäumen durchführen lassen und die vielen Fragen professionell beantwortet. Die Allee soll mit den alten Obstsorten wieder neu bepflanzt werden. Schilder sollen die Sorten erklären. Das Projekt ist als BUGA-Außenprojekt gedacht
Am 2.November 2007 übernahmen das Biohotel Gutshaus Stellshagen und der BUND Kreisverband Rems-Murr aus dem Bundesland Baden-Württemberg eine Alleenpatenschaft über die Allee entlang der Gemeindestraße Damshagen – Stellshagen, Landkreis Nordwestmecklenburg. Der Kreisverband Rems-Murr beteiligt sich finanziell an unserem Alleenprojekt.
In unserem letzten Alleenrundbrief gab es viel Informatives rund um die Elsbeere. Außerdem hatte ich für eine Verbreitung der Elsbeere auch hier oben im Norden geworben. Dank großzügiger Spenden konnten am 3.November 2007 drei Elsbeeren und ein Speierling für den BUND Mecklenburg-Vorpommern geliefert werden. Ein Baum ist für den Schulhof des Christopherus Gymnasiums in Rostock bestimmt und die restlichen Bäume haben unsere Alleenpaten aus Zessin auf Rügen schon am 4.November gepflanzt.
Die Alleen-Tagung des BUND „Zwei Jahre Alleenentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern“ fand am 5. Dezember 2007 in Güstrow im Natur- und Umweltpark statt.
Uns war es wichtig herauszufinden, wie mit dem Alleenentwicklungsprogramm gearbeitet wird, welche Schwierigkeiten es gibt, wo Reserven sind, wie die Zukunft aussehen soll. Schwierigkeiten beim Landerwerb waren bisher immer ein Argument der Ämter, keine Alleen pflanzen zu können. Der Referent des Straßenbauamtes Güstrow hat hierfür vier Möglichkeiten aufgezeigt. Der BUND wird immer wieder auf die vollständige Umsetzung des Programms drängen. Um das Ziel zu erreichen, den derzeitigen Bestand an Alleen zu sichern, muss neben Neuanpflanzungen dem Schutz des bestehenden Altbaumbestandes und der Neuanpflanzungen wesentlich mehr Beachtung geschenkt werden. Besonders beschäftigt uns das Problem des ackerseitigen Schutzes der Alleebäume. Experten gehen davon aus, dass sich der Schaden, der jährlich durch das viel zu dichte Bewirtschaften der Ackerflächen an den Alleebäumen entsteht, innerhalb von 15 Jahren eine zweistellige Millionenhöhe erreicht hat. Der BUND fordert deshalb einen 3m breiten Schutzstreifen zwischen jeder Allee und dem Acker.
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| Das Christopherus Gymnasiums in Rostock |
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| Die Drei Schwestern Allee in Gessin |
Sehr interessant waren auch Vorträge über Schutzmaßnahmen für Jungbäume und über die Förderung des Straßenausbaus mit EU Mitteln in der Förderperiode 2007-2013. Die Anwesenden staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass rund 350 Millionen EURO bis 2013 für den Ausbau der Landesstraßen in M-V aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kommen. Die ständige Diskussion um die hohen Kosten für den Alleenschutz und die neuen Anpflanzungen erscheinen somit in einem ganz anderen Licht.
Sehr kontrovers wurde wieder das Thema „Tausalz in Alleenstraßen“ diskutiert. Ein Vorschlag, den das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz dem Verkehrsministerium in diesem Zusammenhang unterbreiten will sieht vor, in fünf ausgewählte Landesstraßen zukünftig auf Tausalz zu verzichten.
Am 12.Dezember 2007 haben sich die Alleenfreunde aus Gessin schon zum zweiten mal in diesem Jahr getroffen. Im Mittelpunkt stand ein mögliches Alleenentwicklungskonzept für den Landkreis Demmin und ein spezielles Konzept für die Entwicklung der Alleen im Geschmückten Landgut Basedow - Ein Modellprojekt-. Außerdem wurde aus der Arbeit der Projektgruppe Flyer zum Thema kulturhistorische bedeutsame Alleen in der Mecklenburgischen Schweiz berichtet.
Am 28.August hat der BUND allen interessierten Bürgern
die Planung zum Ausbau der L271 von Hohenmocker bis Burow, Landkreis Demmin,
vorgestellt und auf die damit verbundene Fällung von 275 Alleebäumen
aufmerksam gemacht. Es wurde beschlossen, mit dem Straßenbauamt in Kontakt
zu bleiben und die Alternative, die der BUND in der Stellungnahme
unterbreitet hat, durchzusetzen. Gegen die jetzige Planung legte der BUND
Widerspruch ein.
Am 30.Oktober 2007 hatte der BUND deshalb einen Gesprächstermin beim
Straßenbauamt Güstrow zu diesem Verfahren. Der Ausgang ist offen.
Am 22. November 2007 wurde der BUND zu einer vor-Ort Besichtigung in einer unter Denkmalschutz stehenden Allee in Breesegard, Landkreis Ludwigslust, eingeladen. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Straße sollen alle Bäume gefällt werden. Das Verfahren ist noch nicht eröffnet.
Am 1.Oktober 2007 fand ein Gespräch mit den zukünftigen Alleenpaten der Dammchaussee in Bad Doberan statt. Die aktuelle Situation Dammchaussee wurde besprochen und festgelegt, dass die Übergabe der Patenschaft im Zusammenhang mit der Eröffnung der Alleenausstellung vor Ort erfolgen soll und mit einer Filmvorführung des Filmes „Baumnarren“. Als Termin wurde der Januar vorgesehen.
Am 5.November 2007 gab es im Rahmen der Erstellung des Onlinelernmaterial ALLEEN UND BÄUME ein Gespräch mit einer Baumschützerin auf Rügen.
indigo medien + design erstellt ein interaktives Bildungsmaterial für den Bund für Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern, welches Ende 2007 im Internet verfügbar sein wird. Das Lernmaterial richtet sich an Schüler der 9. und 10. Klassen und bietet umfangreiche Informationen rund um das Thema Alleen und Bäume. Ein erster Prototyp ist bereits im Netz unter http://www.mediapark-mv.de/indigo verfügbar. Zu dem Gespräch waren der BUND, der Produzenten und zwei Schüler des Christopherus Gymnasiums Rostock, die wesentliche Inhalte zu dem Projekt liefern, eingeladen.
Frau Stephan legte in einem erschütternden Bericht dar, wie eine Baufirma es geschafft hat, in ihrem Ort eine völlig gesunde Allee zu vernichten. Der BUND wird alles versuchen, um hier eine schnelle Wiederbepflanzung zu realisieren. Außerdem haben wir mit der Freien Schule Dreschvitz über eine Alleenpatenschaft gesprochen und fanden viel Zustimmung. Schulleitung und Schüler haben sich auf einer erste Radtour zu dieser Allee sofort ein Bild über das Ausmaß der Zerstörung gemacht. Ein offener Brief soll den Bürgermeister aufrufen, von der Firma finanziellen Schadensersatz zu erwirken. Der Bürgermeister sieht keine Schuld bei der Firma und verweigert jegliche Aktion gegen diese Firma.
Gemeinsam aktiv für den Schutz unserer Alleen
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Alleenpaten gesucht!
Eine Alleenpatenschaft ist eine Tat für die Zukunft. Sie eignet sich auch gut als Weihnachtsgeschenk.
Mehr
Informationen findet ihr hier
und unter http://www.bund.net/alleen
Anerkannter Naturschutzverband nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz
Deutsche Sektion von Friends of the Earth International
Spendenkonto: Sparkasse Schwerin (BLZ 140 520 00) Konto-Nr. 37 00 33 370
Girokonto: Sparkasse Schwerin (BLZ 140 520 00) Konto-Nr. 36 00 60 145