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Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
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AuswertungZwei Jahre Alleenentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern für Bundes- und Landesstraßen – wo stehen wir, wie sieht die Umsetzung aus, wo gibt es Probleme und wie ist die derzeitige Situation für Kreis und untergeordnete Straßen? Diese Fragen sollten uns auf der Tagung des BUND Mecklenburg-Vorpommern „Zwei Jahre Alleenentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern“ beschäftigen. Die hohe Qualität der Referate regte zur Diskussion und sicherlich auch zum Nachdenken an. Sehr gefreut hat uns auch die rege Teilnahme. Alle Straßenbauämter und die meisten Landkreise waren vertreten.
Der BUND macht sich zur Aufgabe, immer wieder nachzufragen, wo und wie die Umsetzung des AEP erfolgt. Um das Ziel zu erreichen, den derzeitigen Bestand an Alleen zu sichern, muss neben Neuanpflanzungen dem Schutz des bestehenden Altbaumbestandes und der Neuanpflanzungen wesentlich mehr Beachtung geschenkt werden. Besonders beschäftigt uns das Problem des ackerseitigen Schutzes der Alleebäume. Experten gehen davon aus, dass sich der Schaden, der jährlich durch das viel zu dichte Bewirtschaften der Ackerflächen an den Alleebäumen entsteht, innerhalb von 15 Jahren eine zweistellige Millionenhöhe erreicht hat.
Herr Nickel aus dem Straßenbauamt Neustrelitz sieht eine Lösung in einem großzügigen Landerwerb, in der Abgrenzung des Pflanzstreifens durch Eichenspaltpfähle und in dem Kontakt zu den Landwirten. Aber auch die Förderung eines Schutzstreifens zur Allee und natürlich die Verfolgung und Ahndung von Beschädigungen sieht er in diesem Zusammenhang als wirksame Maßnahmen. Der BUND sieht in allen Vorschlägen Möglichkeiten für einen wirksamen ackerseitigen Schutz sieht aber in der Forderung nach einem 3m breiten Schutzstreifen zwischen jeder Allee und dem Acker die wirksamste Schutzmaßnahme. Deshalb werden wir diese Forderung an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz stellen. Sehr interessant war auch der Vortrag des Praktikers Herrn Jeschke, der über Schutzmaßnahmen für Jungbäume referierte und hier einen sehr wirksamen Baumanstrich vorstellte. Aufmerksamkeit erlangte er auch mit seinen Vergleichen zu herkömmlichem Rindenschutz und auch mit seinem Ausblick zu möglichen Kombinationen mit dem Insektenschutz.
Über die Förderung
des Straßenausbaus mit EU Mitteln in der Förderperiode 2007-2013 Sehr kontrovers wurde wieder das Thema „Tausalz in Alleenstraßen“ diskutiert. Ein Vorschlag, den das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz dem Verkehrsministerium in diesem Zusammenhang unterbreiten will sieht vor, in fünf ausgewählte Landesstraßen zukünftig auf Tausalz zu verzichten. Der BUND Mecklenburg-Vorpommern ist der Meinung, dass die Tagung durchaus positive Impulse für die Weiterentwicklung des Alleenentwicklungsprogramms für Bundes- und Landesstraßen und für die Erarbeitung weiterer Konzepte auf Kreisebene geben konnte um dass das große Ziel, Sicherung des derzeitigen Bestandes an Alleen, zu erreichen.
Der BUND wird sich weiterhin für die Erarbeitung von Konzepten auf Kreisebene einsetzen. Katharina Brückmann Referentin Alleenschutz BUND Mecklenburg-Vorpommern um Zustimmung. |
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