1. Mai 2003
Ein Bekenntnis zum Koalitionsvertrag fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf der Mirower WASSERDEMO gegen den Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide von der Bundesregierung.
Landesgeschäftsführerin des BUND in Mecklenburg-Vorpommern
Corinna Cwielag: Der Koalitionsausschuß muß sich am 8. Mai mit der versprochenen
Überprüfung der Planung befassen. Die Cheffsache Aufbau Ost droht zur Makulatur zu
werden. Bomberanflüge über dem einzigen Wachstumsgebiet des Nordostens, im Herzstück
der Seenplatte, sind tödlich für das teuer geförderte Pflänzchen Tourismus. Der
Bombenabwurfplatz wäre einfach Verrat am Osten.
Der BUND Mecklenburg-Vorpommern bereitet gegenwärtig eine Klage gegen die Genehmigung des geplanten Bombenabwurfplatzes vor.
Die geplanten Tiefanflüge auf den Bombenabwurfplatz stellen die vorgesehenen FFH-Gebiete und die bestehenden Vogelschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in Frage. Davon wären 24 Schutzgebiete betroffen.
Allein im Müritz-Nationalpark brüten 15 Seeadlerbrutpaare, 18 Fischadlerbrutpaare, 60 Kranichbrutpaare. Hinzu kommen ca. 7.000 rastende Kraniche.
Die massiven Ansammlungen von Zug und Nistvögeln stellen jedoch umgekehrt auch eine Gefahr für die anfliegenden Flugzeuge dar.
Mit dem Aufruf Kein Bombentest am Vogelnest wird der BUND Landesverband die WASSERDEMO am 1. Mai um 14.00 Uhr in Mirow am Strandbad mit eröffnen.