Braunkohle-nein und
BUND schließen Bündnis gegen Braunkohleabbau
Ein starkes Bündnis gegen den Kohleabbau in der Griesen Gegend.
Am 21.02.06 besiegelten der Landesverband MV des „Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland“ und der Verein „Braunkohle-nein“ ein Bündnis in
der Ablehnung des geplanten Braunkohletagebaus im Landkreis Ludwigslust.
Neben der wechselfreien, gegenseitigen Mitgliedschaft wurde eigens zu
diesem Zweck eine BUND-Ortsgruppe „Griese Gegend“ gegründet. In den
Vorstand der BUND Ortsgruppe wurden einstimmig Dr. Matthias Tartar,
Tierarzt aus Lübtheen und als Stellvertreter Peter Elger und Stefan Schuldt gewählt. Schatzmeisterin ist Heidrun Herzmann, ebenfalls aus
Lübtheen.
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| Der neu gewählte
Vorstand der BUND Ortsgruppe Griese Gegend bespricht mit der BUND
Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag die kartographischen
Besonderheiten der Region. Von links nach rechts: Kai Hagen, Stefan
Schuldt, Corinna Cwielag, Dr. Matthias Tartar, Peter Elger |
„Das ist wieder ein
großer Schritt nach vorne“, erklärten Heidrun Herzmann. Helmut Eggert und Kai Hagen vom Vorstand des Vereins Braunkohle-nein. „Im Gegensatz zu uns hat der BUND Klagekompetenz und
kann vor Gericht auftreten“, erklärt Helmut Eggers. „Wir werden unsere
gesamte Fachkompetenz und notwendige Mittel zur Verfügung stellen, um
die Zielsetzung des Vereins Braunkohle-nein, die ja auch unsere
Zielsetzung ist, zu unterstützen“, erklärte BUND Landesgeschäftsführerin
Corina Cwielag. „Wir waren ja schon maßgeblich an der Eintragung der
betroffenen FFH-Gebiete beteiligt und werden nun mit der Ortsgruppe
Griese Gegend gemeinsame Handlungsstrategien entwickeln“, erläutert
Corinna Cwielag. „Es ist ein notwendiges und wichtiges Bündnis“, sagt
Helmut Eggers. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Nachdem die MIBRAG gegen
die Ablehnung ihres Antrags auf Fristverlängerung zur Erkundung des
Kohlevorkommens Widerspruch eingelegt hat, wurde der
Verwaltungsrechtsweg programmiert. Die MIBRAG macht mit ihrem
Widerspruch deutlich, das an der Planung des Braunkohletagebaus
festgehalten wird. „Zum einen bekommen wir nun wichtige juristische
Unterstützung sowie weiterführende Mittel und zum anderen auch mehr
generelle Möglichkeiten der Einflussnahme“, erklärt Kai Hagen. „Viele
Menschen gehen nach wie vor davon aus, das mit der Ablehnung der
Fristverlängerung das „Kohle-Problem“ vom Tisch ist, doch das ist nicht
der Fall. Die Versagung der Fristverlängerung für die Erkundung mit
Probebohrungen ist nur ein ablehnendes Signal seitens der
Landesregierung. Es fehlt jedoch ein klares „Nein“ von der
Landesregierung zum geplanten Braunkohleabbau und zum anderen
beschreitet die Mibrag ja nun den Verwaltungsrechtsweg. Es ist also noch
alles offen und die Zukunft ist ungewiss. Wir brauchen also einen
starken Partner und den haben wir mit dem BUND gefunden. Wir werden es
der Mibrag so schwer wie möglich machen, hier in unserer Griesen Gegend
die Schaufel anzusetzen. Für uns ist der Erhalt der Griesen Gegend
lebenswichtig und entsprechend werden wir uns der Mibrag und allen damit
verbundenen Widrigkeiten entgegenstellen. |
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