Resolution

Schweineproduktion in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Erklärung von BUND, NABU und Bürgerinitiativen gegen Schweinemastanlagen

In Mecklenburg-Vorpommern plante die abtretende Landesregierung eine umfassende Aufstockung der Schweinebestände mittels Großinvestoren, die Anlagen mit 10.000 und mehr Schweineplätzen errichten sollten. Begründet wurde dies mit dem Rückgang der Schweineproduktion, einem Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch von 60 %, gering ausgelasteten Schlachthöfen und Futtermittelwerken sowie ansteigendem Fleischkonsum in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und in Asien. Das Ministerium für Landwirtschaft und Naturschutz beauftragte die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (LMS) mit der Suche nach vermeintlich geeigneten Standorten im ganzen Lande und mit der Abwicklung sämtlicher Formalitäten (Genehmigungsverfahren) für potentielle Anlagenbetreiber.

Die Unterzeichnenden der Resolution stellen fest:

Die Unterzeichnenden sind der Meinung, daß die inländische Nachfrage nach Schweinefleisch wieder zu einem höheren Anteil aus regionaler Produktion gedeckt werden sollte. Wir appellieren aber an die neue Landesregierung, die altmodische und an DDR-Zeiten orientierte Politik der Steigerung der Schweineproduktion durch hohe Tierzahlen in bodenunabhängigen Einzelbetrieben aufzugeben. Es gilt umzusteuern auf eine zukunftsfähige ökologische Form der Schweineproduktion, die der Bevölkerung unseres Bundeslandes, den Schweinen und unserer Natur und Umwelt zugute kommt.

Folgende Kriterien müssen bei der Planung von Schweinemastanlagen Berücksichtigung finden:

Wir fordern von der neuen Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere vom neuen Landwirtschaftsminister: Gleichberechtigt gehört in diesen Komplex: Anklam, den 11.12.1999
 
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Autor dieser Seiten: BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Zuletzt geändert: Mon Jul 9 15:20:21 CEST 2001