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Zukunftsfähige Landwirtschaft |
| Untersuchungen der Fleischqualität ökologisch gehaltener Tiere zeigen, daß nicht nur die Tiere gesünder leben, sondern auch die tierischen Produkte höhere Gesundheitswerte für den Menschen haben. So ist der Vitamin B12-Gehalt von Rindfleisch aus ökologischer Weidehaltung etwa 2,5 mal so hoch wie bei Fleisch aus intensiver Tierhaltung. Auch die Entgiftungskapazität gegen freie Radikale sowie der Gehalt des Krebskillers Linolensäure im Fleisch von Kälbern und Lämmern sind deutlich höher und nützt damit Ihrer Gesundheit. Quelle: Heide-Dörte Matthes et al. (2001): Der ökologische Anbauverband Biopark - ein Zukunftsmodell des Zusammenwirkens zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft. Manuskript zum 10-jährigen Jubiläum von BIOPARK. |
Fleisch ist gesund - in Maßen. Deshalb sollte Vollwertkost, viel Obst und Gemüse auf keinem Speiseplan fehlen: knackige Möhren, frische Salate und heimisches Obst je nach Jahreszeit. Am besten aus biologischem Anbau, denn der Verzicht auf Pestizide, Kunstdünger und Gentechnik garantiert hochwertige Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Anbauweise - in Fruchtfolge und mit verschiedenen Sorten - schont Boden und Wasser. Der ökologische Landbau schützt unsere Kulturlandschaft und bietet vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Er ist sogar ein Beitrag zum Klimaschutz, denn die Herstellung von Kunstdünger und Pestiziden benötigt viel Energie. Ein duftender Brotlaib aus Bio-Getreide, Milch von gesunden Kühen und Eier von Hühnern in Freilandhaltung sind ein wahrer Genuss. Aber Qualität hat ihren Preis - auch bei Lebensmitteln. |
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Die Landwirtschaft hat einen großen Einfluß auf Boden, Grundwasser, Artenvielfalt, aber auch das globale Klima. Daher ist eine angepaßte, ökologische Wirtschaftsweise wichtig für den Erhalt der gefährdeten Natur.
Stichwort Boden: Der Boden ist eine wichtige Ressource; der ökologische Landbau nutzt ihn nachhaltig und sichert so seine Qualität. Die im Boden vorhandenen organischen Substanzen dienen den Lebewesen des Bodens als Nahrung. Diese tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei und sorgen durch den Aufbau von Humus für eine ausreichende Ernährung der Pflanzen.
Stichwort Grundwasser: Im Biolandbau wird auf Pestizide verzichtet. Der Einsatz von Nitrat, das unsere Gewässer belastet, ist durch den Verzicht auf leichtlöslichen Kunstdünger begrenzt. Die Anzahl der Tiere pro Betriebsfläche ist begrenzt, wodurch Überdüngung vermieden wird. Das bedeutet sauberes Trinkwasser.
Stichwort Artenschutz: Je weniger intensiv Grünland bewirtschaftet wird, desto mehr Arten kommen je Flächeneinheit vor. Es kommen dann auch Arten zum Zuge, die etwas störungsempfindlicher sind. Bei der Umstellung von intensiver zur extensiven Bewirtschaftung kann die Artenzahl schon in wenigen Jahren deutlich steigen. In Beispieluntersuchungen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Steigerung um ein Drittel in sechs Jahren festgestellt.
Stichwort Klima: Verzicht auf chemische Zusatzstoffe bei Düngung, Pflanzenschutz und Futterimporte ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Denn die Herstellung von Kunstdünger und Pestiziden sowie weite Transportwege benötigen viel Energie, was hohe CO2-Emissionen mit sich bringt.
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