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Agrar/Fleisch/ (dpa-Gespräch)

Markenfleischprogramm NEULAND sucht Produzenten im Nordosten =

Schwerin (dpa/mv) - Für ihr Markenfleischprogramm sucht die NEULAND GmbH Lüneburg Produzenten in Mecklenburg-Vorpommern. «Derzeit liefern sechs anerkannte NEULAND-Betriebe aus dem Land Rinder und Schweine nach Lüneburg», sagte der Agrarexperte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Burkhard Roloff, am Donnerstag der dpa in Schwerin. Gebraucht würden noch Produzenten von Ferkeln und Kälbern, Rindern sowie Erzeuger von Masthähnchen und Puten.

NEULAND IST Roloffs Worten ein konventionelles Markenfleischprogramm mit besonders artgerechter Tierhaltung. Es sei 1989 mit Unterstützung des BUND entwickelt worden. In Ostdeutschland sei es erst wenig vertreten. Der Unterschied zur ökologischen Tierhaltung liege im Wesentlichen beim Futter, das aus konventionellem Anbau komme, sagte Roloff. «Jedoch wird in Neuland-Betrieben kein Importfutter und kein Genfutter verwendet.» Das sei in Richtlinien für die Haltung von Rindern, Schweinen, Schafen und Geflügel festgelegt. Die Richtlinien für Legehennen werden derzeit aktualisiert.
Für die Landwirte sei das Neuland-Programm attraktiv, weil sie mit dem «Premiumfleisch» Mehrerlöse in Höhe von 20 bis 30 Prozent erzielen könnten, sagte Roloff. Die Preise glichen denen von Biofleisch. «Außerdem funktioniert die Vermarktung», sagte Roloff. Die jetzigen Neuland-Betriebe würden ihre Tiere zum Schlachten nach Lüneburg liefern, das Fleisch werde vor allem im Raum Berlin vermarktet. Bei mehr Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern sei vorgesehen, Rinder und Schweine in Parchim, Geflügel in Severin (Kreis Parchim) zu schlachten. Das würde den vor allem in Vorpommern ansässigen Geflügelmästern entgegenkommen. «Die Transportzeiten müssen unter vier Stunden liegen», sagte Roloff. Bei der Umstellung auf die Neuland-Bedingungen helfen Roloff zufolge erfahrene NEULAND-Berater den umstellungswilligen Landwirten.

(Internet: Neuland: www.neuland-fleisch.de,  BUND: www.bund.net/mv))

Birgit Voelsch, dpa