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Schwerin,
den 16.03.08/ 16-08
BUND MV: Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL
M-V) brüskiert Bürger der Stadt
Trotz Bürgerprotesten Sumpfzypressen im
Schweriner Schlossgarten gefällt
"Nicht einmal einen Eingangsvermerk, geschweige
denn eine mündliche oder schriftliche Reaktion haben wir auf die
Übersendung von 350 Unterschriften gegen die Baumfällungen im
Schlossgarten bekommen." ist Jürgen Friedrich, Baumschutzexperte des
BUND, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., verärgert. "Wir
protestieren gegen diese bürgerfeindliche Vorgehensweise auf das
Schärfste."
Am 26. Februar hatte der Umweltverband 350
Unterschriften gegen weitere Baumfällungen im Schweriner Schlossgarten
an den Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V, der die Fällungen im
Schlossgarten beantragt hatte, und an Oberbürgermeister Claussen als
Vertreter der Genehmigungsbehörde gesendet. Ohne Kommentar war am
nächsten Tag eine geschützte Baumreihe entlang der Lennéstraße im
Schlossgarten gefällt worden. Am vergangenen Mittwoch wurden nun auch
kurzerhand jene drei Sumpfzypressen beseitigt, die als "Schwestern" der
noch von Schlossgärtner Theodor Klett gepflanzten und als Naturdenkmal
ausgewiesenen Sumpfzypressen die Besucherinnen und Besucher des
Schlossgartens seit vielen Jahren erfreuten. Ihre geplante Beseitigung
hatte die Bürgerinnen und Bürger der Stadt besonders aufgebracht.
Jürgen Friedrich: "Die Argumentation von Herrn
Wenzl, dem ehemaligen Leiter der Außenstelle Schwerin des BBL M-V, dass
die Bäume zu dicht stehen und in absehbarer Zeit den Blick auf den
Hauptturm des Schlosses verdecken könnten, ist aus unserer Sicht kein
hinreichender Grund für eine totale Beseitigung. Mit den Fällungen geht
es wiederholt um ein zweifelhaftes denkmalpflegerisches Konzept, das
ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen mit Hilfe eines
Fördermitteleinsatzes von 6 Millionen Euro den Schlossgarten regelrecht
umkrempelt. Dies ist den Bewohnern dieser Stadt, die den Garten so
schätzen, wie er ist, nicht mehr vermittelbar."
Inzwischen gehen die Baumfällungen im
Schlossgarten unvermindert weiter, so wurden im "Grüngarten" zahlreiche
Bäume entfernt. Der BUND kündigt an, in seinem Engagement gegen
vermeidbare Naturzerstörung im Stadtgebiet, die auch in diesem Fall der
Bundesgartenausstellung Schwerin 2009 angelastet werden muss, nicht
nachzulassen.
V.i.S.d.P. Arndt Müller, BUND M-V, Referent für
Naturschutz, Tel. 0385-565470,
E-Mail: arndt.mueller@bund.net
Die beiliegenden Bilder können lizenz- und
kostenfrei genutzt werden. Autor: BUND M-V
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