bundlogo

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern


BUNDregional
Geschäftsstellen und Gruppen
BUNDthemen
Inhalte unserer Arbeit
BUNDpresse
Veröffentlichungen
BUNDhelfen
Unterstützen Sie uns!
BUNDjugend
Jugendorganisation des BUND
BUNDlinks
Verweise zu wichtigen Umweltseiten
 
Kontakt:
Landesgeschäftsstelle
bund.mv@bund.net
Tel.: 0385/565470
Fax: 0385/563661
Impressum

Schwerin, 4.April 2008/19-08

Für eine Landwirtschaft und Lebensmittel ohne Gentechnik!

Aktionstag für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Rostock
BUND macht mit riesigen Maiskolben auf die Risiken der Agrogentechnik aufmerksam
BUND-Garten-Schild „Wir gärtnern ohne Gentechnik!“ erstmals für Gärtner

Am morgigen Samstag, 5.4.2008 findet auf dem Universitätsplatz in Rostock von 10.00 bis 16.00 Uhr ein Aktionstag für eine gentechnikfreie Landwirtschaft statt. Auf einem Markt der Möglichkeiten gibt es zahlreiche Mitmachaktionen, Informationen zur Agrogentechnik und zu den gentechnikfreien Regionen von Initiativen und Vereinen sowie den ganzen Tag Unterhaltung mit Musik, Kleinkunst und Spiele für Kinder.
Der BUND Landesverband weist mit einem 8m hohen Maiskolben auf die Risiken der Agrogentechnik hin. Dr. Burkhard Roloff, Gentechnikexperte des BUND zur aktuellen Situation in Mecklenburg-Vorpommern: „Die angemeldeten Freisetzungsversuche sind wissenschaftlich nicht sinnvoll und wirtschaftlich nicht erfolgreich. Die Freisetzungsversuche konzentrierten sich dieses Jahr auf Kartoffeln, deren Stärkezusammensetzung genetisch verändert wurden bzw. die gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule resistent sind. Weitere Freisetzungen sind im Land geplant mit einer herbizidresistenten Zuckerrübe und einem gegen Flugbrand resistenten Sommerweizen. Der Freisetzungsversuch mit "Amflora" auf insgesamt 150ha im Jahre 2007 hat gezeigt, dass genetisch veränderte Kartoffeln im Freiland nicht kontrollierbar sind. Es kam zum Durchwuchs genetisch veränderter Kartoffeln, zum Aufnehmen und Verschleppen von Knollen durch Wildschweine oder Menschen nach der ernte und während des Winters. BASF hat immer behauptet, „Amflora“ auf Anfrage der Stärkeindustrie zu entwickeln und einen Gewinn von 20 bis 30 Mio €/Jahr mit der zugelassenen Sorte vorhergesagt. Auf Anfrage des BUND bei den 3 großen Stärkefabriken - Emsland Stärke, AVEBA Prignitz und Südstärke - wurde signalisiert, dass sie „Amflora“ nicht verarbeiten wollen. Eine neue Kartoffelsorte, die gegen Krautfäule widerstandsfähig ist, wurde im Februar 2008 in Groß Lüsewitz durch konventionelle Züchtung entwickelt, d.h. wir brauchen dazu keine Gentechnik. Es ist ein Skandal, dass in Thulendorf bei Rostock diese Freisetzungsversuche genehmigt wurden in unmittelbarer Nähe zur Gen-Bank für Kartoffeln und der Kartoffelzüchtung in Groß Lüsewitz. Diese Freisetzungsversuche sind eine Provokation für die Kartoffelzüchter in einer bundesweit anerkannten Gesundlage für die Vermehrung zahlreicher Kartoffelsorten.“

Der BUND bietet erstmals das BUND-Garten-Schild für Klein-, Hobby- und Erwerbsgärtner an mit der Aufschrift:

Das wetterfeste Schild ist 40x30cm groß und kann für 3€ am BUND-Stand erworben werden. Dr. Burkhard Roloff zum Ziel der BUND-Aktion: „Zahlreiche Klein-, Hobby- aber auch Erwerbsgärtner gärtnern seit Jahren ökologisch mit ökologisch erzeugtem Saat- und Pflanzgut, düngen nur organisch und setzen keine synthetischen Pflanzenschutzmittel ein. Mit dem BUND-Garten-Schild können sie an ihrem Gartenzaun demonstrieren, dass sie bisher keine Agrogentechnik angewendet haben und es in Zukunft auch nicht vor haben“.

Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Dr. Burkhard Roloff, Tel.: 0385/565470 bzw. 0176 25190600.