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Schwerin, den 16.05.08 / 31-08
BUND und „Das Capitol“ präsentieren in einer Sondervorstellung:
„Unsere Erde“ - Das
Dokumentarfilmereignis des Jahres
Anschließend Podiumsdiskussion zum Klimawandel in
Mecklenburg-Vorpommern /
Freikarten zu gewinnen
Am Donnerstag, dem 29.05.2008 lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz
(BUND) gemeinsam mit dem „Capitol“, dem Festspielkino in Schwerin, zu
einer Sondervorführung des Dokumentarfilms „Unsere Erde“ mit
anschließender Podiumsdiskussion zum Klimawandel in
Mecklenburg-Vorpommern. Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Sie
endet ca. 22.00 Uhr. Für die Vorstellung gilt ein ermäßigter Eintritt
von 5,00 Euro. Der BUND kann dank der freundlichen Unterstützung durch
die Universum Film GmbH München 20 Freikarten verlosen. Interessenten
beantworten bitte folgende Frage: Nennen Sie drei Standorte in
Deutschland, an denen Kohlekraftwerke gebaut werden sollen. Eine kleine
Hilfestellung finden Sie
hier.
Die Antwort kann per Post oder per E-Mail unter Angabe der Telefonnummer
an den BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Zum Bahnhof 20,
19053 Schwerin oder
bund.mv@bund.net übermittelt werden. Die Gewinner der Freikarten
werden telefonisch informiert.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird eine Podiumsdiskussion
zahlreichen Fragen des Klimawandels nachgehen. Wir laden die
Kinobesucher ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Als
Diskutanten im Podium haben bereits zugesagt:
-
Sophokles Tasioulis, Greenlight Media, Produzent des Films "Unsere
Erde",
- Dr. Arnold Fuchs, Wirtschaftsministerium M-V, Abteilungsleiter
"Energie, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft"
-
Prof. Wolfgang Methling, Vorsitzender der Fraktion der Partei „DIE
LINKE“ im Landtag und Umweltminister a.D.,
- Dr. Ditmar
Schmidt, Geschäftsführer des Solarzentrums Wietow bei Wismar,
Energieexperte
Angefragt wurden weiterhin:
- Klimaexperten des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde
- die Präsidenten der Industrie und Handelskammern Schwerin, Rostock,
Neubrandenburg
Hintergrund:
Ob „Knut“ oder „Flocke“ – der Medienrummel um die Eisbärenbabies in den
deutschen Zoos ist uns noch in Erinnerung. Weit weniger bekannt ist,
dass die Eisbären in freier Wildbahn um ihr Überleben kämpfen. Der
menschengemachte Klimawandel verändert dramatisch ihren Lebensraum. Die
Packeisdecke des arktischen Ozeans, auf der die Eisbären leben, wird von
Jahr zu Jahr kleiner und brüchiger. Die Jagd auf Robben ist auf dem
dünnen Eis kaum noch möglich, die Tiere müssen verhungern.
Mit Bildern wie die eines Eisbären, der, um dem Hungertod zu entgehen,
verzweifelt versucht, einen See-Elefanten zu erbeuten, erreicht der
Dokumentarfilm „Unsere Erde“ weltweit ein Millionenpublikum. Mit
spektakulären Aufnahmen, welche die Pracht unseres Planeten feiern, aber
auch seine Verletzlichkeit zeigen, ist er ein eindringlicher Appell an
die Vernunft der Menschheit, alles gegen die schnelle Erderwärmung mit
all ihren katastrophalen Folgen zu tun. So ist nicht sicher, ob die
Eisbären – nach dem Kodiakbären die größten Landraubtiere der Erde – in
freier Wildbahn überleben werden. Die wäre nicht nur eine ökologische,
sondern auch eine ethisch-moralische Katastrophe.
Nicht nur in fernen Regionen führt der Klimawandel zu Veränderungen. Bis
zum Ende des Jahrhunderts, so prognostiziert der jüngste Klimabericht
der Landesregierung, kann es zu einer Erwärmung um bis zu 3 Grad Celsius
auch in Mecklenburg-Vorpommern kommen. Trockene Sommer und
niederschlagsreiche Winter werden häufiger werden. Dies hat Auswirkungen
auf zahlreiche Wirtschaftszweige. Nach Berechnungen des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) betragen die Kosten, die für
Schäden des Klimawandels in Deutschland entstehen, in den kommenden 50
Jahren 330 Milliarden Euro. Hinzu kommen 170 Milliarden Euro für die
Anpassung an die neuen Bedingungen. Beispielsweise müssten Deiche
gebaut, Hitzewarnsysteme eingerichtet, Gebäude besser isoliert und
gekühlt werden. Der Klimawandel führt im Endeffekt in den kommenden 50
Jahren durchschnittlich zu realen gesamtwirtschaftlichen
Wachstumseinbußen von bis zu 0,5 Prozentpunkten pro Jahr. Deshalb
fordern neben den Umweltverbänden nun auch führende
Wirtschaftsexpertinnen, wie Professor Claudia Kemfert vom Deutschen
Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): "Wir benötigen nichts
Geringeres als eine Energierevolution“.
Was bedeutet dies für Mecklenburg-Vorpommern? Welche Konsequenzen
ergeben sich für die Energiepolitik des Landes? Können wir
beispielsweise ein neues Steinkohlekraftwerk Lubmin mit einem Ausstoß
von jährlich 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid verantworten? Gibt es
Alternativen?
Diese Fragen werden am Abend des 29.05.2008 im Anschluss an das
Kinoereignis im Kino „Das Capitol“ mit einem prominent besetzten Podium
diskutiert. Die Kinobesucher sind eingeladen, sich an dieser Diskussion
zu beteiligen.
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V.i.S.d.P: Arndt Müller (Dipl.-Biol.), BUND M-V, Referent für
Naturschutz, Tel. 0385-565470
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