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Schwerin, den
20.05.08 / 32-08
"Health Check" –
Kurskorrektur und Umverteilung zur zukunftsfähigen Entwicklung des
ländlichen Raumes
BUND
begrüßt Umverteilung der Agrarsubventionen in neue Förderprogramme /
Forderung nach
„Aktionsplan Ökologischer Landbau für MV“
Der BUND begrüßt die
heute vorgestellte Kurskorrektur der EU-Agrarpolitik, den so genannten "Health
Check". Der "Health Check" ist die "Gesundheitsüberprüfung" der
gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union und basiert auf
einem
Papier der EU-Kommission vom 20.11.2007, das eine Begründung für die
notwendigen Umstrukturierungen der Förderpolitik in der Landwirtschaft
liefert. Die darin vorgeschlagene Umverteilung der Gelder aus
gekürzten Direktzahlungen in Programme für die Entwicklung des
ländlichen Raumes bewertet der BUND als Schritt in die richtige
Richtung.
Dr. Burkhard
Roloff, Agrarexperte des BUND: „Die bisherige Agrarpolitik muss sich vor
dem europäischen Steuerzahler legitimieren und neu beweisen. Wir
begrüßen die Umverteilung der Agrarsubventionen für die Entwicklung des
ländlichen Raumes. Das Geld kann u.a. für Qualitätssysteme,
umweltgerechte Produktion und Vermarktungsstrategien verwendet werden.
Auch sind Programme in den Bereichen Klimawandel, erneuerbare Energien,
Wasserwirtschaft und Artenvielfalt damit leichter finanzierbar. Damit
trägt die EU zu einer weiteren Ökologisierung der gesamten
Landwirtschaft bei. Die Mitgliedstaaten, aber auch die Landesregierungen
müssen sich diesen neuen Herausforderungen stellen. Wir fordern, dass
sich die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern im Agrarsektor endlich
entscheidet und das Leitbild Gesundheitsland Nr.1 auch in der
Landwirtschaft konsequent mit konkreten Maßnahmen ausfüllt.“ fasst Dr.
Roloff die Position des BUND zusammen.
Der BUND
regt die Landesregierung an, gemeinsam mit dem Agrarbündnis
Mecklenburg-Vorpommern und anderen Anbauverbänden des ökologischen
Landbaus einen „Aktionsplan Ökologischer Landbau für
Mecklenburg-Vorpommern“ aufstellen. Damit sollen auch die Bauern aus
Mecklenburg-Vorpommern am andauernden Bio-Boom teilhaben können. Das
Geld aus Brüssel steht für das gesamte Bundesgebiet zur Verfügung. Dabei
werden in erster Linie Vorhaben bedacht, die neben einer besseren
Entwicklung des ländlichen Raumes einen nachweisbar ökologischen Beitrag
leisten.
„Unsere Vorschläge für konkrete Maßnahmen liegen beim
Landwirtschaftsminister auf dem Tisch,“ so Dr. Roloff.
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V.i.S.d.P. Dr. Burkhard Roloff, BUND-Agrarreferent, Tel. 0385-565470
Weitere Informationen über die Arbeit des Agrarbündnisses
Mecklenburg-Vorpommern
finden Sie
hier.
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