Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft zum Abschluss der Grünen Woche die Landwirte im Agrarland Mecklenburg-Vorpommern zur Einrichtung großflächiger gentechnikfreier Zonen und Regionen auf.
BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag: „Regionale Produkte, die mit Gesundheit aus der Natur Mecklenburg-Vorpommerns werben, werden mit dem Qualitätsmerkmal 'gentechnikfrei' bald so wertvoll wie nie sein. Bereits jetzt hat sich der Abnahmepreis für gentechnikfreies konventionelles Getreide bei den Mühlen verdoppelt, denn die Mehrheit der Verbraucher will keine Gentechnik auf dem Teller haben. Auch die großen Handelsketten haben sich gegen Gen-Food ausgesprochen. Durch gentechnische Verunreinigungen droht auch dem Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern das Aus. Wenn die Landwirte sich, die Verbraucher und die Natur vor unkalkulierbaren Risiken schützen wollen, können sie jetzt die Initiative ergreifen und der Gentechnik eine klare Absage erteilen. Das sichert ihnen die Märkte der Zukunft.“
Der BUND verweist in diesem Zusammenhang auf die Empfehlung des Umweltministers gentechnikfreie Zonen zum Schutz der Natur um die Naturschutzgebiete und Großschutzgebiet anzulegen. „Nur so kann das Land seiner Verantwortung für den Schutz der wertvollen und unverfälschten Artenvielfalt gerecht werden!“ sagt BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag.
Mit schriftlichen Selbstverpflichtungen zur gentechnikfreien und fairen Nachbarschaft sollten sich jene Agrarbetriebe gegenseitig schützen, die ohne Gentechnik produzieren wollen. Der BUND unterstützt die Vereinbarungen zur fairen Nachbarschaft mit einem speziellen Internetangebot, Informationen und Beratung:
Unter http://www.faire-nachbarschaft.de können sich Landwirte informieren und Musterverträge für gentechnikfreie Regionen wie die Warbel-Recknitz-Region zwischen Tessin und Teterow in Mecklenburg-Vorpommern oder die Uckermark in Brandenburg herunterladen.
„Die Verträge können zwischen Landwirten, Erzeugergemeinschaften, Schutzgebietsverwaltungen wie den Naturpark- und Biosphärenreservatsverwaltungen, örtlichen Landschaftspflegeverbänden oder Trägern von Regionalmarken abgeschlossen werden.“ so Corinna Cwielag vom BUND.
Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Corinna Cwielag, Tel.: 0385-565470 oder Mobil: 0178-5654700 oder bundesweit: 0151-11656734, E-mail: bund.mv@bund.net, Internet: www.bund.net/mv