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Aktueller Rundbrief zum geplanten Kiesabbau auf der Insel Rügen

Schwerin, 11. März 2007

Aktueller Rundbrief zum geplanten Kiesabbau auf der Insel Rügen

Neue Naturschutzdaten stimmen optimistisch
Der Landkauf ist perfekt!

Liebe Rügenfreunde,

der Frühling bringt auch in unsere Auseinandersetzungen um die Natur an der rügenschen Boddenküste neuen Wind und wir sind vorsichtig optimistisch, das herrliche Naturschutzgebiet doch noch retten zu können. Wir hatten ja schon im letzten Rundbrief geschrieben, dass trotz der verlorenen Klage noch kein Kiesbagger anlaufen kann, weil noch ein weiterer Genehmigungsschritt aussteht. Darin muß das nun rechtswirksame Naturschutzgebiet berücksichtigt werden und die Umweltverbände haben dadurch wiederum Einspruchsrechte.

Wir haben im Spätsommer letzten Jahres und über den Herbst und Winter neue Daten über den Bestand an geschützten Tier- und Pflanzenarten im geplanten Kiesabbaugebiet gesammelt. Dabei haben wir einige streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten im empfindlichen Lebensräumen nachgewiesen, die bisher noch nicht dokumentiert werden konnten. Diese Datensammlung wird aktuell ständig fortgesetzt. Aktuell gilt es jetzt unter anderem das Rastgeschehen der rückkehrenden Zugvögel zu dokumentieren. Dazu sind ehrenamtliche Biologen unterwegs, die ständig Aufzeichnungen machen. Mit diesen Daten wollen wir im weiteren Verfahren argumentieren.

Gute Nachrichten gibt es auch zum Thema Landkauf: Die Verträge zum Kauf von insgesamt 11 ha Naturschutzflächen, die von dem geplanten Kiesabbau betroffen sind, sind perfekt! Wir danken allen Spendern für ihre Hilfe! Das geplante Kiesabbaugebiet beträgt allerdings 29 ha und es gibt noch Möglichkeiten weiteres Land zu erwerben. Allerdings benötigen wir dazu wiederum mehr Geld.

Hoffnungsvoll stimmen uns auch die Gespräche mit dem Landkreis Rügen, der bislang keine Einwilligung zur Straßenanbindung des Kiesabbaugebietes gegeben hat und deshalb von der Kiesfirma Heidelbergerzement verklagt wurde. Der Landkreis ist optimistisch, diese Klage zu gewinnen.

Auch auf der Ebene der Landespolitik ist der BUND in Gesprächen mit der neuen Landesregierung. Der Wirtschaftsminister, Jürgen Seidel, ist auch Vorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern und ist vom BUND um ein Gespräch gebeten. Wie schon dargestellt, ist es möglich, wenn der politische Wille da ist, die Genehmigung für den Kiesabbau durch das Wirtschaftsministerium widerrufen zu lassen. Der Wirtschaftsminister könnte aufgrund der neuen Schutzgebiete und der neuen Daten des Umweltministeriums die fast neun Jahre alte Genehmigung widerrufen.

Der neue Umweltminister Dr.Till Backhaus, (SPD) könnte die inkonsequente Schutzgebietsverordnung für das Naturschutzgebiet ändern, die bisher einen Kiesabbau trotz der empfindlichen Schutzgüter erlaubt. Anlaß dazu könnten ebenfalls die neuen Daten sein, die der BUND nun vorlegen kann.

Liebe Rügenfreunde, dank Ihrer Hilfe können wir bisher erfolgreich den Abbau des Kiesfeldes an der rügenschen Boddenküste verhindern, doch wir müssen Sie weiterhin um Ihre Unterstützung bitten. Wir wollen im Streit um den Kiestagebau nicht aufgeben! Die neuen Daten wollen wir fachkundig aufbereitet und professionell unterstützt in die neue Runde der Auseinandersetzung einbringen. Auch den Landkauf würden wir zur Stärkung unserer Position und für die endgültige Sicherung des Gebietes, sollten wir am Ende obsiegen, gerne ausdehnen. Das alles ist rein ehrenamtlich nicht zu leisten. Sollten Sie uns also unterstützen können oder interessierte Nachbarn, Unternehmen oder andere Personen kennen, schicken Sie eine Spende auf folgendes Konto:

Sparkasse Schwerin

BLZ 140 514 62

Konto: 37 003 337

Kennwort: „Rügen“

Für Spenden ab 50€ erstellen wir eine steuerabzugsfähige Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt.

Wenn Sie persönlich an den Umweltminister, den Wirtschaftsminister und die Landrätin von Rügen schreiben wollen, nutzen Sie bitte folgende Adressen:

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern,

Herrn Minister Dr. Till Backhaus, Postfach, 19048 Schwerin,

Fax: 0385-588 6024

Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern

Herrn Minister Jürgen Seidel, Postfach, 19048 Schwerin,

Fax: 0385- 588 5858

Landkreis Rügen, Frau Landrätin Kerstin Kassner, Billrothstraße 5, 18528 Bergen,

Fax: 03838-22227

Vielen Dank für die Unterstützung!

Ihre

Corinna Cwielag

Landesgeschäftsführerin

BUND Mecklenburg-Vorpommern

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Autor dieser Seiten: BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V.