
5.Wintertagung am 6.3.2008 in
Güstrow
Vermarktung ökologischer Erzeugnisse in Mecklenburg-Vorpommern:
direkt und regional, rentabel und professionell
Zum Thema:
Die direkte und regionale Vermarktung ökologischer
Erzeugnisse und Produkte schafft sinnvolle Arbeit und nachhaltig
Wertschöpfung im ländlichen Raum. Regionalität kann dabei - auch als
innovative Marketingstrategie - eine wirtschaftliche Alternative zur
Globalisierung sein. Darüber hinaus stehen die Erzeuger und die
Vermarkter ökologischer Produkte in Zukunft vor der anspruchsvollen
Aufgabe, den vorhandenen gesellschaftlichen Zusatznutzen des
ökologischen Landbaus und der Bio-Produkte, wie verbesserter Umwelt-,
Klima-, Arten- und Tierschutz sowie den fairen Umgang der Marktpartner
miteinander, öffentlich zu machen.
Durch die rasant entstandenen, aber sehr
unterschiedlichen Betriebsstrukturen entwickelten sich in
Mecklenburg-Vorpommern, relativ unabhängig voneinander, folgende
Vermarktungsformen bzw. Absatzwege: die Direktvermarktung ab Hof oder
auf Märkten und der Verkauf großer, einheitlicher Partien ökologisch
erzeugter Rohware direkt an den Lebensmitteleinzelhandel oder
überregional an die Bio-Verarbeiter. Es entstanden große
Erzeugergemeinschaften, wie die Biopark Markt GmbH, Weidehof und
Fürstenhof, die Bio-Getreide, -Kar-toffeln, -Eier oder -Fleisch bundes-
und europaweit vermarkten. Bio-Hof-Läden betreiben nur 29, einen
Marktstand nur 14 Betriebe von insgesamt 721 landwirtschaftlichen
Bio-Betrieben. Die Einführung von Bio-Eigenmarken im
Lebensmitteleinzelhandel bringt die ökologischen Erzeugnisse als
verarbeitete Produkte in die Region zurück und beeinflußt das
Kaufverhalten und das bisherige regionale Preisniveau.
Seit 1990 entstanden in allen größeren Städten
Bio- oder Naturkost-läden. Einen Bio-Lieferservice bieten nur 16
Bio-Höfe oder -Läden an. In Schwerin, Stralsund und Rostock entstanden
Bio-Supermärkte und auch die Reformhäuser sowie die Drogeriemärkte
führen ein Bio-Sortiment.
Für die Belieferung mit Bio-Produkten für die sogenannte
Außer-Haus-Verpflegung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
besteht ein großes Entwicklungspotential im Land. Zur Zeit haben erst 12
von 35 Bio-Restaurants und -Cafés ein Bio-Zertifikat.
Eine Besonderheit im Flächenland
Mecklenburg-Vorpommern ist die Handelsfirma Biofrisch Nordost, die mit
28 bäuerlichen Bio-Betrieben oder handwerklichen Verarbeitungsbetrieben
ein Netzwerk für die Vermarktung regionaler Bio-Produkte in
Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut hat.
Eine spezielle Förderung für die Vermarktung ökologischer Erzeugnisse
gab es in Mecklenburg-Vorpommern bisher nur in Form der Absatzförderung
bzw. der Förderung der Direktvermarktung oder durch die
einzelbetriebliche Förderung im Agrarinvestitionsförderungs-programm
(AFP) sowie über die Förderung der Gründung von Erzeuger-gemeinschaften.
Die 5. Wintertagung des Agrarbündnisses will die
Perspektiven des Bio-Marktes in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern
darstellen, ausgewählte Vermarktungsformen betriebswirtschaftlich
vergleichen sowie die Fördermöglichkeiten für die ökologische
Vermarktung im Land erläutern. Die Initiative „fair®ional-Bio Berlin
Brandenburg” stellt ihre sozialen und ökologischen Kriterien im fairen
Umgang mit ihren regionalen Marktpartnern vor. Anschließend präsentieren
sich sieben interessante und erfolgreiche Vermarktungsbetriebe: ein
Hofladen, ein Naturkostladen, ein Bio-Supermarkt, ein Lieferservice für
Großverbraucher, eine Hofkiste, eine große Erzeugergemeinschaft und ein
führender Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels.
Anmeldung per
E-Mail
Programm
5.Wintertagung am 6.3.2008 in Güstrow
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10.00 Uhr |
Begrüßung und Einleitung |
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10.15 Uhr |
Perspektiven des Bio-Marktes und Forderungen an die Agrarpolitik |
Thomas
Dosch
Präsident Bioland e.V., Mainz |
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11.00 Uhr |
Direktvermarktung - analysieren, optimieren und planen |
Wilfried
Stegmann
ÖKORING Niedersachsen, Visselhövede |
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11.30 Uhr |
Förderung der Vermarktung ökologischer Erzeugnisse in MV |
Marten
Helmke
Landwirtschaftsministerium MV, Schwerin |
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11.45 Uhr |
Initiative „fair®ional-Bio Berlin Brandenburg” |
Prof.
Dr. Martina Schäfer
Technische Universität, Berlin |
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12.00 Uhr |
Bio-Mittagessen |
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13.00 Uhr |
Der
Hofladen von Schwerin |
Esther
Jahn
Hofladen, Schwerin-Medewege |
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13.30 Uhr |
Der
Naturkostladen von Neubrandenburg |
Sieglinde Hermsdorf
Regenbogen Naturladen , Neubrandenburg |
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14.00 Uhr |
Die
Hofkiste für Mecklenburg |
Dagmar
Kürten
Hofkiste, Schwerin-Medewege |
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14.30 Uhr |
Vom
Marktstand zum Lieferservice für Großverbraucher |
Martin
Lamp und Volker Brinkmann
Biofrisch Nordost, Teschendorf |
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Bio-Kaffee und -Tee |
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15.00 Uhr |
Erzeugergemeinschaft für den Lebensmitteleinzelhandel |
Torsten
Hein
BIOPARK Markt GmbH, Malchin |
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15.30 Uhr |
Der 1.
Bio-Super-Markt in Mecklenburg-Vorpommern |
Christiane Rost
Biomarkt KARO, Schwerin |
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16.00 Uhr |
Bio-Produkte im Lebensmitteleinzelhandel |
Roland
Ferber
EDEKA Nord, Neumünster |
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16.30 Uhr |
Zusammenfassung und Ausblick |
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