Regionalverband Neckar-Alb

Schutz heimischer Flusskrebse

Im November 2006 kam es wieder zu einem massenhaften Sterben der Steinkrebs-Population in einem Zufluss der Erms. Ursache war die sogenannte Krebspest, die durch den Pilz Aphanomyces astaci hervorgerufen wird.

Wenn Sie sich an den Sofortmaßnahmen zum Schutz unserer heimischen Krebse im Einzugsbereich beteiligen möchten, freuen wir uns auf Ihre Mithilfe.
Kontakt über die Regionalgeschäftstelle des BUND: 07071-943885


NEIN zum Aussetzen von Aquarien-Krebsen

Die Krebspest ist eine heimtückische Krankheit, die absolut tödlich für unseren europäischen Krebse ist. Der Erreger ist ein Pilz, der von amerikanischen Flusskrebsen übertragen wird. Gelangen fremde Krebse in unsere Gewässer, besteht die grosse Gefahr, dass einheimische Krebse angesteckt werden. Die Seuche greift innerhalb eines Gewässers dann sehr schnell um sich. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Krankheit sogar flussaufwärts ausbreiten kann und Krebsbestände an den äußersten Enden eines Gewässersystems erreicht. Binnen kurzer Zeit sterben in diesen Gewässern nahezu alle heimischen Flusskrebse.
(Quelle: Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg)

Deshalb: Bitte keine Flusskrebse in heimische Gewässer aussetzen!

Wenn Sie Ihrer Krebse nicht mehr haben wollen oder nicht wissen wohin mit ihrem Nachwuchs, sollten Sie die Tiere an befreundete Aquarianer oder Zoohändler abgeben. Keinesfalls dürfen fremdländische Flusskrebse in Gartenteichen ausgesetzt werden. Weil die Krebse die Teiche verlassen - und das machen sie regelmässig – und kilometerweit über Land zum nächsten Gewässer laufen, wäre dort ein Krebssterben vorprogrammiert.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg
Untere Seestraße 81
88085 Langenargen

Telefon 07543 / 93 08 - 0
Telefax 07543 / 93 08 – 20
Email FFS@LVVG.BWL.DE
Internet FFS BW


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