Regionalverband Neckar-AlbEin Studie von BUND und FH Rottenburg, gefördert von PLENUM Schwäbische AlbReutlinger Generalanzeiger 9.10.2008/ BUND Regionalverband Neckar-Alb:Die Vorarbeiten für eine Studie haben im August 2008 begonnen, mit deren Hilfe das Potenzial an energetisch nutzbaren Resthölzern aus der Landschaftspflege im Bereich des Plenum-Gebietes Schwäbische Alb erhoben werden soll. Ziel ist der Betrieb einer Biomasse-Vergasungsanlage, deren Bau in Türkheim bei Geislingen/Steige geplant ist. Die Erhebung wird vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg durchgeführt. Sie wird unter anderem vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb unterstützt. Mit der energetischen Verwertung von Biomasse aus der Landschaftspflege kann CO2-neutral Strom und Wärme gewonnen werden. Jährlich fallen überall große Mengen an Gestrüpp und Reisig an. Die energetische Verwertung in Form der Verbrennung oder Vergasung bietet die Chance, eine gewisse Wertschöpfung in der Region zu erhalten. Die energetische Nutzung von Resthölzern, die bei der Landschaftspflege im weiteren Sinne anfallen, ist bisher eher ein Randthema. Fachleute gehen davon aus, dass hier ein erhebliches Potenzial vorhanden ist. Den Anstoß für die Studie gab letztlich die Absicht des Landes, im Zusammenhang mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb ein »Leuchtturmprojekt« im Bereich der Biomassenutzung zu etablieren. Dieses soll nun aufgrund der dort gegebenen idealen Voraussetzungen oberhalb von Geislingen an der Steige in Türkheim realisiert werden. Hier plant nach Mitteilung des Landratsamts Reutlingen die TBM - Technologieplattform Bioenergie und Methan GmbH & Co. KG, eine Gesellschaft aus Stadtwerken und kommunalen, mittelständischen Energieversorgungsunternehmen, den Bau einer modernen Biomasse-Vergasungsanlage. Ein Ziel des Pilotprojektes besteht darin, in möglichst großem Umfang Resthölzer aus der Landschaftspflege zu verwenden, insbesondere aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb. In den nächsten Wochen wollen Mitarbeiter des BUND und der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg sämtliche Stellen im PLENUM-Gebiet befragen, bei denen nennenswerte Mengen an »holziger Biomasse« anfallen.Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der insbesondere an Städte und Gemeinden, Straßenmeistereien, Maschinenringe sowie einige Naturschutzverbände geschickt wurde. Dabei soll in Erfahrung gebracht werden, welche Mengen in etwa anfallen und was bisher mit dem Material geschieht. Anfang November sollen erste grobe Zahlen vorliegen. (a) |
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