BUND NeuhofenSchwäbische Alb
Um die geologischen, botanischen und kulturellen Besonderheiten der Schwäbischen Alb kennenzulernen, fuhr die BUND Ortsgruppe Neuhofen am 13./14. September 2003 auf die Reutlinger und Uracher Alb.Dieses Gebiet umfasst die gegensätzlichsten Landschaften: fruchtbares, dichtbesiedeltes kuppiges Albvorland, buchenbestandener Albanstieg mit leuchtend weißem Felskranz sowie die Albhochfläche mit Wäldern, Wiesen, Wacholderheiden und Trockentäler charakterisieren die Schwäbische Alb.
Nachdem am Samstag alle elf Teilnehmer wohlbehalten die Unterkunft in Lichtenstein erreicht hatten, begann von dort die Wanderung im Tal der Echaz auf das Albplateau hinauf. Der Rötelstein und weitere Felsmassive ermöglichten einen herrlichen Ausblick auf das Tal und die gegenüberliegende Burg Lichtenstein, die nach einer Mittagsrast bei der Ruine Alt-Lichtenstein erreicht wurde. Da sich das Schlossgespenst bei der Burgführung leider nicht blicken ließ, wanderte die Gruppe weiter zur Nebelhöhle. Diese weithin bekannte Schauhöhle im Weißjura Delta mit einer Länge von 380m war schon von altersher als „Nebelloch“ bekannt. Eine Fortsetzung der bekannten Höhle wurde 1920 entdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, indem u.a. eine elektrische Beleuchtung installiert wurde. Dies hat jedoch zur Folge, dass durch das Licht und die von Menschen eingeschleppten Bakterien das Moos- und Algenwachstum gefördert wird.Nach dem Albabstieg war die Unterkunft vorbei an Streuobstwiesen bald erreicht, wo das Abendessen bereitstand. Bei gutem Pfälzer Wein ließ man den Tag ausklingen.
Am nächsten Morgen reiste die Gruppe weiter nach Bad Urach. Die Kurstadt mit ihrer bewegten Geschichte und den warmen Quellen ( 55°C ), die aus einer Tiefe von 770m dem Muschelkalk entspringen, ist Anziehungspunkt für viele Erholungssuchende. Entlang eines Wiesentales erreichten wir die Uracher Wasserfälle, deren Mächtigkeit leider durch den heißen Sommer stark beeinträchtigt war. In den umgebenden Schluchtwäldern konnte man die charakteristischen Pflanzen Silberblatt, Hirschzunge und Milzkraut entdecken. Oberhalb des Tales auf halber Höhe wurde der Anstieg zur Burg Hohen Urach in Angriff genommen. Der schöne Ausblick auf Bad Urach und das Ermstal mit den umgebenden Felsen entlohnte für die Anstrengung. Nachdem sich alle sattgesehen hatten, wurde ein etwas unkonventioneller Abstieg in das Tal gewählt, der im wahrsten Sinne den Gruppenzusammenhalt stärkte. Mit einem Mittagessen, bei dem schwäbische Spezialitäten verkostet werden konnten, wurde die Exkursion abgeschlossen und danach die Heimreise angetreten.Um viele Eindrücke der Landschaft reicher wurde am Nachmittag schließlich wieder Neuhofen erreicht |
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