Kreisgruppe Nordfriesland

Briefe an Merkel, Fraktionen und RWE

Folgenden Brief haben wir am 18. Nov. 2009 an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und an die CDU/CSU-, FDP-, SPD- und DIE LINKE-Fraktion im Bundestag geschickt:

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
FDP-Bundestagsfraktion Willy-Brandt-Str. 1
SPD-Bundestagsfraktion
Fraktion DIE LINKE im Bundestag


Sehr geehrte XXX-Fraktion,

laut Koalitionsvertrag will die Regierungskoalition CDU, CSU und FDP die EU-Richtlinie, die die Abscheidung, den Transport und die Einlagerung von CO2 regelt, zeitnah umsetzen. Außerdem will sie in den betroffenen Regionen für die notwendige Akzeptanz werben.

Sehr geehrte XXX-Fraktion, ich kann Ihnen versichern, eine Akzeptanz für die Einlagerung von CO2 im Untergrund werden Sie im Norden Schleswig-Holsteins nicht erhalten!

Ein Hauptablehnungsgrund der Bevölkerung und diverser Verbände, u.a. auch des BUND, ist die Gefahr der Verseuchung unseres sauberen Trinkwassers. Unsere Trinkwasserversorgung basiert auf die Nutzung großflächiger unterirdischer Grundwasserleiter, unter die, wenn auch in größerer Tiefe, das CO2 verpresst werden soll. Niemand, und daran werden auch flächendeckende seismische Untersuchungen nichts ändern, kann die hundertprozentige Garantie geben, dass nicht doch im Laufe von Jahrzehnten das CO2 aufsteigt und unser Grundwasser verseucht.

Sehr geehrte XXX-Fraktion, wir lassen uns unseren Brunnen nicht vergiften!

Der BUND wird alle rechtsstaatlichen Mittel und Wege ausschöpfen, um die seismischen Untersuchungen und eine CO2 Einlagerung zu verhindern. Sollte von dem Vorhaben, im Norden Schleswig-Holsteins CO2 einzulagern, nicht abgerückt werden, wird es zu massiven Widerstandsbekundungen seitens der Bevölkerung kommen. Deutschland wird dann sein zweites Gorleben/Wendland erhalten.

Wir fordern Sie auf, stoppen Sie das Vorhaben, CO2 unterirdisch verpressen zu wollen!

Mit freundlichen Grüßen

Carl-Heinz Christiansen
Kreisvorsitzender

(Der Brief wurde nicht an Bündnis 90/Die Grünen geschickt, weil sich deren Abgeordnete alle gegen CCS aussprechen.)



Brief an RWE

Folgenden Brief haben wir am 18. Nov. 2009 an RWE geschickt:

RWE AG
Vorsitzenden des Vorstandes
Herrn Dr.-Ing. Jürgen Großmann
Opernplatz 1
45128 Essen


Sehr geehrter Herr Dr. Großmann,

der Konzern RWE bzw. RWE Dea möchten bei uns im Norden Schleswig-Holsteins CO2 in den Untergrund verpressen. Dieses Vorhaben trifft hier in der Bevölkerung, den Gemeinden und den Verbänden (u.a. auch des BUND) auf große Ablehnung.

Durch verschiedene Kampagnen, u.a. durch Anzeigen in den Zeitungen, werben Sie um eine bessere Akzeptanz für CCS und der CO2 Speicherung in der Bevölkerung.

Sehr geehrter Herr Dr. Großmann, ich kann Ihnen versichern, eine Akzeptanz für die Einlagerung von CO2 im Untergrund werden Sie im Norden Schleswig-Holsteins nicht erhalten!

Ein Hauptablehnungsgrund der Bevölkerung und diverser Verbände, u.a. auch des BUND, ist die Gefahr der Verseuchung unseres sauberen Trinkwassers. Unsere Trinkwasserversorgung basiert auf die Nutzung großflächiger unterirdischer Grundwasserleiter, unter die, wenn auch in größerer Tiefe, das CO2 verpresst werden soll. Niemand, und daran werden auch flächendeckende seismische Untersuchungen nichts ändern, kann die hundertprozentige Garantie geben, dass nicht doch im Laufe von Jahrzehnten das CO2 aufsteigt und unser Grundwasser verseucht.

Sehr geehrter Herr Dr. Großmann, wir lassen uns unseren Brunnen nicht vergiften!

Der BUND wird alle rechtsstaatlichen Mittel und Wege ausschöpfen, um die seismischen Untersuchungen und eine CO2 Einlagerung zu verhindern. Sollte von dem Vorhaben, im Norden Schleswig-Holsteins CO2 einzulagern, nicht abgerückt werden, wird es zu massiven Widerstandsbekundungen seitens der Bevölkerung kommen. Deutschland wird dann sein zweites Gorleben/Wendland, das aber in direkter Verbindung zum RWE Konzern steht, erhalten.

Wir fordern Sie auf, stoppen Sie das Vorhaben, CO2 unterirdisch verpressen zu wollen!

Mit freundlichen Grüßen

Carl-Heinz Christiansen
Kreisvorsitzender


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