Landesverband Rheinland-Pfalz

Westumgehung - „non merci“

BUND Rheinland-Pfalz mit dabei

SRASSBURG. Am Wochenende kam es im elsässischen Straßburg zu einer machtvollen Demonstration gegen die umstrittenen Planungen für eine Westumgehung von Straß-burg. Mitwirkende waren auch Vertreter des BUND Rheinland-Pfalz. Der BUND sieht eine Wechselwirkung zwischen diesen Planungen und den Planungen für die Bienwal-dautobahn zwischen Kandel-Süd und Lauterbourg. So bemerkte ein BUND-Sprecher in seinem Statement: „Die Realisierung der Westumgehung mit ihren über 100.000 Fahr-zeugen am Tag liefert Argumente für die endliche Realisierung der Bienwaldautobahn, so wie umgekehrt die Realisierung der Bienwaldautobahn Argumente für eine Westumgehung von Straßburg liefern würde“.

Alle relevanten Gruppen im Elsass wollen - nicht anders als die rheinland-pfälzischen Um-weltschützer - verhindern, dass es linksrheinisch zu einer durchgängigen Fernverkehrs-verbindung kommt - mit allen negativen Folgen für die Lebensqualität der Menschen im Oberrheinraum. In dieser Zielsetzung am gleichen Strang ziehen nahezu 40 Organisationen in der Südpfalz und im Raum Karlsruhe.

In seinem Statement forderte der BUND-Vertreter - ganz im Sinne der französischen Veranstalter - für die Zukunft eine Verkehrsträger übergreifende Verkehrsplanung; diese lege sich für die Lösung eines bestimmten Verkehrsproblems nicht von Anfang an auf eine Straßenlösung fest; sie wäge vielmehr unter ökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten jeweils zwischen verschiedenen Lösungen vom Straßenbau über eine ÖPNV-Lösung bis hin zur Nullvariante ab.

Der Schwerlastverkehr im Alpentransit müsse sich nach Fertigstellung des St. Gotthard-Basistunnels in wenigen Jahren sowieso umstellen, wenn er dann ab der Schweizer Grenze auf die Schiene gezwungen werde.
Die Elsässer sind quer durch die Bevölkerung der Meinung, dass „Le grand contourne-ment ouest de Strasbourg“ das Straßburger Hauptverkehrsproblem, nämlich die Schadstoffbelastung einer sich immer weiter ins Umland ausdehnenden Metropole, keinesfalls lösen wird. Man setzt vielmehr auf den Ausbau des vorhandenen bereits vorbildlichen öffentlichen Verkehrssystems („Pour la région de Strasbourg, oui aux transports collec-tivs!“).


Ulrich Mohr, BUND Rheinland-Pfalz (Pressesprecher)




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