Landesverband Rheinland-Pfalz

Passivhaus Bruchhof in Koblenz erhält BUND-Preis „Projekt des Winters 2007/08“

Am Sonntag verleiht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz den Preis „Projekt des Winters 2007/08“ an das Eigenheim der Familie Bruchhof in Koblenz. Das in Holzbauweise erstellte Gebäude im Passivhausgebiet Asterstein hat einen Gesamtenergieverbrauch (Heizung, Warmwasser und Elektrogeräte) von unter 4.000 kWh pro Jahr. Vergleichbare Neubauten benötigen das Drei- bis Fünffache oder noch mehr.

Der BUND-Bezirksbeauftragte Matthias Boller aus Lahnstein wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde eine Urkunde an die Familie Bruchhof überreichen, die das Projekt durch ihre persönliche Einstellung aktiv begleitet und unterstützt. Das Haus besitzt keine Heizungsanlage, dafür aber eine Superdämmung von fast 50 cm sowie einen Sonnenkollektor. Eine Fotovoltaikanlage ist geplant. Projektiert und errichtet wurde das Passivhaus durch die Firma Holzbau-Blum in Neuwied.

Stefan Schäfer als der verantwortliche Architekt bei Holzbau-Blum und der Installateur Michael Amstutz führten in die Technik eines Passivhauses ein. Der Verzicht auf eine Heizungsanlage verlangt nicht nur eine hervorragende Dämmung, sondern auch eine aufwendigere Haustechnik inklusive einer Lüftungsanlage. Die dadurch erhöhten Kosten werden aber zum Teil durch das nicht mehr nötige Verteilsystem einer Heizung wieder eingespart. Außerdem machen die Energiekosten nur den Bruchteil derer eines normalen Hauses aus, was in Zukunft sicher noch erheblich an Bedeutung gewinnen wird.

Der Arbeitskreis Energie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz wählt alle halbe Jahre ein Projekt für vorbildliche Leistungen im Bereich Energie und Klimaschutz aus. Der Sprecher des Arbeitskreises, Michael Carl betonte, dass solche vorbildlichen Bauprojekte ins Licht der Öffentlichkeit gebracht werden müssten um aufzuzeigen, dass solch geringe Energieverbräuche technisch kein Problem seien. Auch die Baukosten stiegen dadurch nicht ins Unendliche, sondern hielten sich in moderatem Rahmen.

Für Rückfragen:
Michael Carl (02620/8416;
michael.carl(at)t-online.de)


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