Landesverband Rheinland-Pfalz

1. August 2008

Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule und Freizeit

Bildungsoffensive beim BUND

Mit Beginn des neuen Schuljahres baut der BUND sein Umweltbildungsprogramm im Land aus. Er bietet neue Arbeitsgemeinschaften an Ganztagsschulen an. Mit den angebotenen Projekten möchte die Umweltorganisation Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ohne die Zwänge eines 45-Minuten-Fachunterrichts die Natur zu erleben, ihre Umwelt zu erforschen und selbst mitzugestalten; damit soll ein Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung geleistet werden. Außerdem soll das Freizeitangebot des BUND ausgeweitet werden.

Im kommenden Winter bietet der BUND zum dritten Mal für Interessierte einen Vorbereitungs- und Qualifizierungskurs zum Einsatz an Ganztagsschulen an. Er wird voraussichtlich im November 2008 und Januar 2009 im Raum Koblenz stattfinden. Ermöglicht wird der Kurs durch eine finanzielle Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz.


„Die Ganztagsschul-Projekte, die wir anbieten, orientieren sich immer an den jeweiligen lokalen Gegebenheiten“, meint Frieder Stauder, für Umweltbildung zuständiges Landesvorstandsmitglied des BUND. Wichtig ist dem BUND dabei, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst viel draußen sind und Raum für eigenes Handeln haben. Eine wichtige Rolle spielt das Erleben und Erkunden der Natur. Darüber hinaus kann den jungen Menschen das Nachhaltigkeitsprinzip in vielen gesellschaftlichen Bereichen nahegebracht werden - so in Projekten über das eigene Mobilitäts- oder Konsumverhalten, über den Energieverbrauch zu Hause oder in der Schule, über die Nahrungsmittelproduktion in der näheren Umgebung oder aber zu fair gehandelten Produkten.

Bei den Freizeit-Angebote des BUND liegt der Schwerpunkt im Naturerleben. Durch das Spielen in der Natur und eigenes Erkunden entwickeln die Kinder eine emotionale Bindung zu ihrer natürlichen Umgebung. Diese Erfahrungen sensibilisieren nicht nur für den Naturschutz sondern sind auch für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung.

Betreut werden die Projekte durch hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die der BUND in zwei Wochenendeseminaren auf ihre Aktivitäten vorbereitet hat und die weiterhin vom BUND betreut und geschult werden. Im Frühjahr dieses Jahres wurden weitere 18 Interessierte fortgebildet, die jetzt mit einem eigenen Projekt starten und so die bereits bestehenden Angebote an Ganztagsschulen und im Freizeitangebot ausweiten. Um weiteren Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, mit Kindern und Jugendlichen die Natur und Umwelt zu erobern, bietet der BUND im Winter wieder eine Fortbildung an. Interessierte können sich an die BUND Landesgeschäftsstelle wenden.

Ermöglicht wurden dem BUND die beiden Qualifizierungsrunden durch das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, das die Organisation und Durchführung der Seminare sowie die Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer finanziell unterstützt.

Für Rückfragen: Dr. Erwin Manz, 06131-62706-0


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