Landesverband Rheinland-Pfalz

Von Schafgarbe bis Blaupfeil – GEO-Tag am Römerberg

Am Sonntag, 3.6.2007 startete der BUND Rhein-Pfalz-Kreis mit 17 Teilnehmern zur Wiesentour rund um Römerberg. Mit Födergelder der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz konnte der BUND vor einigen Jahren verschiedene Flächen aufkaufen und übernimmt seitdem die Pflegemaßnahmen.

Erste Station war die Wiese am Bäumelweg - eine Streuobstwiese mit prächtigen ca. 120 Jahre alten Kirschbäumen, auch Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäumen. „Einst in der Region landschaftsprägend“ so der Exkursionsleiter Jürgen Walter, „sind diese heute hier selten. Der Erwerb durch den BUND und die extensive Pflege, die in diesem Jahr eine kleine Heidschnuckenherde aus der Hobbytierhaltung übernimmt, sollen den dauerhaften Bestand sichern“.

Mit Klatschmohn, Schafgarbe, Spitzwegerich - für viele der Anwesenden bekannte Pflanzen -wurden auch seltenere Arten wie die Karthäusernelke, das Echte Labkraut oder die Kleine Braunelle kennengelernt. Dass der Kleine Wiesenknopf zu den Rosengewächsen und Wildbestäubern gehört, erläuterte der Biologe Jürgen Walter genauso spannend wie den Blütenstand einer Wiesenmargerite, die aus vielen kleinen einzelnen Korbblüten besteht, was der Blick durch die Lupe zeigte.

Zwischen all diesen botanischen Erklärungen hörte man den Ruf der Wachtel, sah den Schwarzmilan kreisen und den Bluthänfling auf dem Kirschbau sein Lied pfeifen. Allerhöchste Zeit für eine Pause. Die Kirschen schmeckten köstlich.

Die Tour endete mit einer selten gewordenen artenreichen Stromtalwiese, direkt hinter dem Damm. Hier wurde das „Highlight“ der Tour, die Sibirische Schwertlilie vorgestellt. Auf wechselfeuchte Böden ist sie angewiesen, genau wie der Echte Haarstrang und der Baldrian. Zum Abschied grüßte noch ein Pärchen der Blaupfeil-Libellen.


Foto: Werner Stubenrauch


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