Landesverband Rheinland-Pfalz

Geo-Tag der Artenvielfalt am Grünstadter/Ebertsheimer Berg

Samstag, 7. Juni 2008

Um die Bedeutung der heimischen Vielfalt des Lebens vielen Menschen näher zu bringen, waren an diesem sonnigen Nachmittag wieder die Kalkmagerrasen des Grünstadter Bergs Ziel des Tages der Artenvielfalt. Schon lange kooperiert ein örtlicher Verein, der Natur- und Vogelschutzverein Ebertsheim mit der Grünstadter Ortsgruppe des BUND. Eine gemischte Gruppe aus 25 Experten und Interessierten aus dem Umkreis beider Vereine startete im Eisbachtal.

Die Kinder waren natürlich besonders an den Schmetterlingen und deren Fang mit Keschern interessiert. Unser insektenkundlicher Experte, Alban Pfeifer, konnte 14 Tagfalterarten identifizieren. Darunter befanden sich auch drei für die Halbtrockenrasen des Bergrückens charakteristische Bläulingsarten, u.a. der auf dem Bild gezeigte Esparsetten-Bläuling. Der Grünstadter BUND unterstützt hier ein Projekt zur Stabilisierung seltener Bläulingsarten.


Ackerwachtelweizen (Foto: Andreas Körner)
Ackerwachtelweizen (Foto: Andreas Körner)
  Sich paarende Esparsetten-Bläulinge (Foto: Frau Schröder)
Sich paarende Esparsetten-Bläulinge (Foto: Frau Schröder)
     


Unter den Gräsern des Halbtrockenrasens dominieren die für diese Pflanzengesellschaft namensgebende Aufrechte Trespe und das zierlichere Zittergras. Zwischen den Gräsern entdeckte die Gruppe die typischen Blütenpflanzen dieses Biotops. Darunter befanden sich Zarter Lein, Purgier-Lein, Mittleres Leinblatt, Hügelmeister, Echter Gamander und Feldthymian. Sommerwurz und Thymianseide sind zwei Arten, die auf den Wurzeln anderer Arten schmarotzen. Höhepunkte waren zwei blühende Orchideenarten: die Bienenragwurz und die Bocksriemenzunge, zwei Arten, die offensichtlich „Gewinner“ des Klimawandels sind.

Das nächste Ziel war der Wildkrautacker, der seit einigen Jahren von der Ortsgruppe gepflegt, d.h. vor allem gepflügt wird. Hier wurden einige seltene Ackerwildkräuter entdeckt. Die interessantesten Arten waren: Sommer-Adonisröschen, Flammen-Adonisröschen, Acker-Steinsame, Acker-Gauchheil, Blauer Gauchheil, Knollenkümmel, Mannschild und Rundblättriges Hasenohr.

Abschließend war die Gruppe zur Abschlussbesprechung zu Gast beim Grünstadter Modellflugverein, der sich in Kooperation mit dem BUND um den Schutz der Pflanzengesellschaften auf dem Grünstadter Berg bemüht.


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