Landesverband Rheinland-PfalzDie Schmetterlinge der Faltertage stellen sich vorKleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, Admiral, Distelfalter, Tagpfauenauge, Aurorafalter, Zitronenfalter 2007 neu dazugekommen: Landkärtchen (Schmetterling des Jahres), Trauermantel, Schachbrettfalter Kleiner Fuchs Nymphalis urticae
Der Kleine Fuchs überwintert als Falter– wie nur wenige andere Schmetterlingsarten in unserer Region. Er zieht sich z. B. in Dachböden, Keller, Garage, Holzspalten oder Mäuselöchern zurück. Er ist einer der häufigsten Falter, da sein Raupenfutter, die Brennnessel, in unserer über-düngten Landschaft häufig ist. Die Raupen leben als Gruppen in lockeren Seidengespinsten zusammen.
Papillo machaon
Der Schmetterling des Jahres 2006 ist ein ausgezeichneter Flieger. Die Männchen beanspruchen ein großes Revier, in dem sie bei gutem Wetter ständig patrouillieren. Zur Werbung und Balzflügen versammeln sich die Falter in sonnigen Vormittagsstunden an Hügelkuppen und markanten Felsen (Hilltopping). Die gefräßigen Raupen können ihr Gewicht innerhalb von 14 Tagen vertausendfachen.
Vanessa atalanta
Der Admiral ist ein Wanderfalter. Die Falter starten einzeln in Südeuropa und kommen im Mai / Juni bei uns an. Er pflanzt sich hier in zwei Generationen fort. Die zweite Generation zieht im Herbst wieder zurück in den Süden. Im Südwesten Deutschlands überwintern auch einzelne Exemplare. Die Raupen leben in zusammengesponnenen Blättern ihrer Futterpflanzen.
Vanessa cardui
Dieser Wanderfalter startet seine Reise in großen Schwärmen aus dem Mittelmeerraum und kommt zwischen Mai und Juli bei uns an. Die Zahl der Falter, die unsere Regionen erreicht, schwankt von Jahr zu Jahr beträchtlich. Das hängt u.a. von den witterungsbedingten Verlusten unterwegs ab. Sobald es im Oktober kühler wird, machen sich die bei uns geschlüpften Falter auf, zurück gen Süden.
Nymphalis io
Das Tagpfauenauge hat die wohl auffälligste Augenzeichnungin unseren Breiten. Die Augen dienen - wie bei anderen Faltern auch - der Feindabwehr. Die plötzlich entblößten Augen der Flügeloberseite, erschrecken fresslustige Vögel, der Falter kann fliehen. Wie der Kleine Fuchs und der Zitronenfalter überwintert das Tagpfauenauge als Falter. Hierfür hängt er sich unter die Decke von Höhlen oder Betonröhren, aber auch auf Dachböden und in Schuppen.
Anthocharis cardamines
Der Aurorafalter gehört mit seinem Orange und Weiß zu den frühesten Farbtupfern im Jahr. Nur die Männchen haben die orangefarbenen Vorderflügel. Die Weibchen haben stattdessen nur die schwarze Flügelspitze.
Gonepteryx rhamni
Der Zitronenfalter ist meist der erste Schmetterling im Frühjahr. Er ist oft auch schon an warmen Februartagen unterwegs. Unter den wenigen Schmetterlingen, die bei uns als Falter überwintern, ist er der einzige, der sich hierfür nicht an geschützte Stellen, wie Höhlen und Dachböden, zurückzieht. Vielmehr hängt er sich im Herbst in Bodennähe an einen Stängel und fällt in Winterstarre. Mit bis zu über 11 Monaten gehört der Zitronenfalter außerdem zu den Faltern mit der höchsten Lebenserwartung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abenteuer-faltertage.de (Fotos von Walter Schön) |
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