Landesverband Rheinland-Pfalz

Umwelt und Schule - Eine Kooperation der BUNDjugend und der LandesschülerInnenvertretung RLP

2007 war das Jahr des Klimawandels. Noch nie war das Thema so stark in den Medien vertreten. Der IPCC Bericht stellte klar: „Der Mensch ist für den Klimawandel verantwortlich“. Al Gore gewann nicht nur den Oscar für seinen Film „Eine unbequeme Wahrheit“, sondern auch noch direkt den Friedensnobelpreis. Während des G8-Gipfels in Heiligendamm demonstrierten 80.000 Menschen für „eine andere Welt“ und auf dem Weltklimagipfel in Bali wurde der Grundstein für ein Nachfolgeabkommen des Kyoto Protokolls gelegt.

Im krassen Gegensatz dazu steht das Engagement von Jugendlichen für den Klima- und Umweltschutz. Laut Studien des Deutschen Naturschutzringes und des Bundesumweltministeriums interessieren sich immer weniger Jugendliche für den Umweltschutz. Jugendumweltverbände wie die BUNDjugend oder die Naturschutzjugend beklagen, dass sich immer weniger junge Menschen aktiv engagieren.

Wie passt das zusammen? Was kann man dagegen tun?


Anstatt zu verzweifeln wollten die BUNDjugend und die LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz lieber gemeinsam etwas bewegen und wieder mehr Jugendliche für den Umwelt- und Klimaschutz begeistern.
Deshalb wurde im September 2007 eine gemeinsame Kampagne namens „Umwelt und Schule“ ins Leben gerufen. Einiges ist in diesem Jahr passiert. Wir haben an vielen Schulen Workshops angeboten, haben landesweite Seminare organisiert und Broschüren herausgegeben.


Neue Freunde braucht die Umwelt

Umweltpolitik kann heute nicht nur von den Umweltverbänden gestaltet werden. Wir brauchen vielmehr eine ganzheitliche Politik, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenführt. Gewerkschaften, SchülerInnenvertretungen und Menschenrechtsgruppen sind derzeit praktisch nicht in der Umweltbewegung vertreten.

Durch die Kooperation mit der LandesschülerInnenvertretung, quasi der Gewerkschaft für Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz, wollten wir einen ersten Schritt in diese Richtung wagen und neue Bündnisse und Kooperationen schaffen. Diese Zusammenarbeit soll auch in Zukunft bestehen bleiben, indem der seit 2007 aktive Landesarbeitskreis Umweltschutz in der LSV auch weiterhin Projekte und Kampagnen gestaltet.


Global denken - lokal handeln

Wir nehmen den bewährten Spruch der sozialen und der Umwelt Bewegung ernst. Durch die im Projekt „Umwelt und Schule“ angebotenen Workshops und Seminare wollen wir einen umfassenden politischen Diskurs führen, neue Denkbewegungen anstoßen und gemeinsam eine Vision entwickeln, wie eine ökologisch-soziale Gesellschaft gestaltet werden kann.

Aber genauso wollen wir auch den direkten Aktivismus vor Ort fördern. Viele SchülerInnen wollen aktiv werden und sich umweltpolitisch engagieren. Wir geben ihnen das Handwerkszeug mit auf den Weg. Es macht keinen Sinn, wenn man SchülerInnen auffordert Umweltprojekte an der eigenen Schule umzusetzen, wenn sie noch nie gelernt haben, wie sie sich im Team organisieren oder ein Projekt koordinieren. Deswegen wollte das Projekt „Umwelt und Schule“ auch diverse Moderations- und Projektmanagement Methoden in den Schulen implementieren.


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