Landesverband Rheinland-PfalzFallbeispiel: Haßloch - Erst leiden die Bäume und was folgt dann?WertigkeitHaßloch (Landkreis Bad Dürkheim). Hasalaha, "Die Siedlung bei den Haseln am fließenden Wasser", aus diesem Namen entstand die heute als größtes Dorf Deutschlands bekannte Gemeinde Haßloch. Den ländlichen Charakter konnte sich Haßloch in der unmittelbaren Umgebung auch bewahren. Umsäumt von wertvollen Magerwiesen, vielen geschützten Feuchtbiotopen und Obstwiesen ist hier eine Landschaft mit hohem Naherholungswert entstanden. Zudem gibt es einige kleinere Bäche, wie den Speyerbach, die durch die Gemarkung fließen.ProblemeLeider ist auch Haßloch nicht von den sinkenden Grundwasserständen verschont geblieben. Die ständigen Niederschlagsdefizite zeigen insbesondere bei den Gehölzen in der Region erste Auswirkungen, welche am auffälligsten bei Kirschbäumen und Birken sind. Läuft man durch die Gemarkung und lässt den Blick über den Baumbestand schweifen, fällt auf, dass diese Bäume unter Stress leiden. Immer wieder sind kahle Äste zu sehen, sogar ganze Bäume sind entlaubt.![]() Trockenschäden an Bäumen aus den Vorjahren ![]() Aktuelle Trockenschäden an Bäumen UrsachenOrtskundige berichten, dass viele ehemalige Tümpel und Entwässerungsgräben kein Wasser mehr führen. Dies lässt auf sinkende Grundwasserstände schließen. Sinkt das Grundwasser und kann die Wurzeln der Bäume auch nicht mehr über kapillaren Aufstieg erreichen, stehen die Bäume unter Wasserstress. Dies äußert sich insofern, dass die Widerstandsfähigkeit der Gehölze verringert ist und diese schneller und intensiver von Schädlingen befallen werden. Ist dieser Schädlingsbefall sehr gravierend, bilden die Bäume auch im Juni keinen Johannestrieb mehr aus und können absterben. Auch in Haßloch liegt die Vermutung nahe, dass vielerorts zu viel Wasser verbraucht wird, was dann dem Grundwasser fehlt. Auch nähert sich der intensive Gemüseanbau in großen Schritten der Gemarkung. Diese intensive Landbewirtschaftungsform verbraucht sehr viel Wasser durch dauerhafte Beregnung der Felder, weshalb auch die Brunnen der Gemarkung Haßloch hierfür genutzt werden.PerspektivenUm die Schönheit der Landschaft, die Stabilität von Gehölzbeständen und die Biodiversität der an Wasser gebundenen Biotope zu erhalten, müsste langfristig über alternative Methoden der Bewässerung in der Landwirtschaft nachgedacht werden. So könnten eventuell die Niederschlagsdefizite der letzten Jahre kompensiert werden und die Obstbäume am Leben erhalten werden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Impressum | zum Seitenanfang | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||