BUND RostockGärtnern ohne Torf und so die Moore schützenMoore sind geschützte Lebensräume. Wer sich mit der aktuellen Situation des Torfabbaus in Mecklenburg-Vorpommern (MV) beschäftigt, staunt jedoch nicht schlecht: Pro Jahr werden etwa 120.000 m³ Torf abgebaut.Damit hat MV einen Anteil von circa 42 % am gesamtdeutschen Torf-Abbauvolumen von 283.000 m³. Der Torfabbau in MV findet derzeit an sieben Standorten statt (siehe Karte). Der Schwerpunkt des Torfabbaus liegt in Nordwest-Mecklenburg mit den Gebieten Breesen I und II, Drispeth und Grambow: hier werden 62% der Gesamtmenge MVs abgebaut. Die Torfe der Conventer Niederung und bei Bad Sülze werden für balneologische Zwecke (Moorpackungen) verwendet, ansonsten landet das Moor in unseren Gartenerden. In für uns überschaubaren Zeiträumen können sich Moore nach der wirtschaftlichen Ausbeutung nicht regenerieren. Sie sind unwiederbringlich! Die Gewinnung von Torf für den deutschen Markt findet nicht nur vor der Haustür statt: die Moore Lettlands werden in großem Stil für die Produktion von Blumenerde zerstört, 90% der bundesdeutschen Torfimporte stammen aus dem Baltikum. ![]() Blick in das Kemeri-Hochmoor in Lettland. Gute Blumenerde muss keinen Torf enthalten, viele Pflanzen wachsen weitaus besser in torffreien Erden. Die Rostocker BUND-Gruppe und der BUND MV setzen sich dafür ein, dass ein Umdenken bei Händlern und bei den Konsumenten einsetzt: denn es geht in der Regel sogar besser ohne Torf! Fragen Sie Ihren Händler! In Kürze werden wir hier eine Liste der Händler bereitstellen, die auch torffreie Blumenerde anbieten - rechtzeitig vor der nächsten Gartensaison! ![]() Aktiver Torfabbau in Mecklenburg-Vorpommern: Breesen I, Breesen II, Grambow, Drispeth, Conventer Niederung, Bad Sülze, Friedland.
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