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Wildsträucher

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BUND-Serie:
Wildsträucher für den Garten
Die Salweide


Schmetterlinge, Käfer, Blattwespen – in der Bedeutung für die Tierwelt als Futterpflanze und Lebensraum ist die Salweide, botanisch Salix caprea, unschlagbar. Uns Menschen erfreuen die weithin leuchtend-gelb strahlenden Kätzchen nach einem langen, farblosen Winter, daher sind die blühenden Zweige als Frühlingsschmuck im Haus sehr beliebt.

Die Salweide kann in den meisten Gärten gepflanzt werden, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Weidenarten nicht auf nasse Böden angewiesen ist. Man findet sie in der Natur an Wald- und Wegrändern, in Schleswig-Holstein auch häufig im Knick, da sie sich gut zurück schneiden lässt. Dank dieser Eigenschaft eignet sie sich auch gut für kleinere Gärten, z. B. zur Grundstücksbegrenzung.

Das weiche Holz der Pflanzen der Gattung Salix fand in früherer Zeit Verwendung für Holzschuhe, Prothesen, Kisten und Schnitzereien. Sogar Möbel und Körbe wurden und werden auch heute noch aus Weidenholz, insbesondere aus dem der Korbweide (Salix viminalis) geflochten.



Die Rinde der Weide enthält Salizin, das im menschlichen Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Das Salizin wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und antirheumatisch und ist der Grundstoff des medizinischen Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS).

Für die Tierwelt ist die Salweide einer der wichtigsten Wildsträucher. Die frühe Blüte im März bietet den Bienen eine erste wichtige Nahrungsquelle. Bockkäfer, Rüsselkäfer und Wanzen leben auf dem Strauch. Jürgen Gola, Naturschutzreferent des BUND Schleswig-Holstein, stellt besonders die Bedeutung der Salweide für Schmetterlinge heraus. „Auf die Salweide sind neben vielen Kleinschmetterlingen auch größere Arten, wie, Trauermantel, Großer Fuchs und Großer Schillerfalter spezialisiert. Die Salweide sollte also in keinem Fall im naturgemäßen Garten fehlen.“


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