BUND Regionalverband Stuttgart

Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 stellt Visualisierungen eines modernisierten Kopfbahnhofes vor




Stuttgart, den 6. Juni 2008



Bahnhöfe werden zunehmend wieder als Die Visitenkarten und Wahrzeichen großer Städte in Europa wahrgenommen - siehe Berlin, London, Mailand, Dresden, Lyon etc.- Bahnhöfe waren und sind Orte des Willkommens und des Abschiedes. Doch wie empfängt und verabschiedet die Landeshauptstadt Stuttgart in der Metropolregion zukünftig ihre Gäste? Unter Tage, im Keller wie bei Stuttgart 21 oder geht es auch anders?



K21-Visualisierung: Abfahrt
(Konzept: Roland Ostertag)


Dieser Fragestellung ist das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 nachgegangen und hat visualisierte Ansichten eines modernisierten Kopfbahnhofes von einem renommierten Planungsbüro erstellen lassen. Prof. Roland Ostertag präsentiert eine gläserne, bogenförmige, Dachkonstruktion über den Bahnsteigen, die sich freitragend zwischen den Flügelbauten des Hauptbahnhofes ohne Stützen auf den Bahnsteigen spannt. Ostertag erläutert:
„Das neue Dach wirkt leicht, locker, licht und filigran. Berücksichtigt werden damit die Belange des Denkmal- und Naturschutzes. Der Bahnhof wird zur integrativen Mitte und der Zusammenhang zwischen Topographie, Tal und Stadt wird verstärkt. Stuttgart würde damit seinem weltweit bekannten Bahnhof ein ebenso beachtetes Ingenieurbauwerk integrativ hinzufügen.“



K21-Visualisierung: Ankunft
(Konzept: Roland Ostertag)


Klaus Gebhard vom Aktionsbündnis weist auf die generellen Vorteile eines modernisierten Stuttgarter Kopfbahnhofes für die Bahnnutzer hin - zum Beispiel Umsteigen ohne Rolltreppen und Aufzüge, bessere Orientierung und das vorzeitige Bereitstellen der Züge, das ein Einnehmen der Plätze lange vor der Abfahrt ermöglicht. Gebhard sagt: „Im Durchgangsbahnhof warten Menschen auf Züge - im Kopfbahnhof warten Züge auf Menschen und wenn letzteres auch noch in einer ansprechenden Architektur passiert, haben wir hier einen ganz klaren Systemvorteil des Kopfbahnhofes hinsichtlich
Reisekomfort- und kultur.“

Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Regionalverband Stuttgart ergänzt: „Im Gegensatz zur Landesmesse soll bei unserem Vorschlag die Photovoltaik-Nutzung von Anbeginn in die Dachkonstruktion mit integriert werden, so dass der Bahnhof auch noch als umweltfreundliches Strom-Kraftwerk eine weitere Funktion erhält.“


Download     Hintergrundinformation zur PM von Prof. Roland Ostertag

Rückfragen an:

Gerhard Pfeifer (BUND),
fon 0711/61970-40


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