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BUND Regionalverband Stuttgart
80. Jahre Stuttgarter Hauptbahnhof - Geburtstagsparty am 12. Juli auf dem Schlossplatz
Stuttgart, den 4. Juli 2008
Ingenhoven-Bahnhof - grün gewaschen
Flughafen-Bahnhof – unwirtschaftlich
Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 veranstaltet am Samstag 12. Juli auf dem Stuttgarter Schlossplatz von 11 bis 16 Uhr eine Geburtstagsparty. Anlass der Feier ist der vor 80 Jahren fertiggestellte, vom Architekten Paul Bonatz entworfene Bau des Stuttgarter Hauptbahnhofes. Mit dem Motto
"80 Jahre Stuttgarter Hauptbahnhof - Lang lebe der Kopfbahnhof - auf weitere 80 Jahre" wollen die Stuttgart 21 Gegner ein weiteres, eindrückliches Zeichen für den Erhalt des Kopfbahnhofes setzen.
Gangolf Stocker, Sprecher der Initiative „Leben in Stuttgart – Kein Stuttgart 21“ führt aus: „Der Stuttgarter Kopfbahnhof ist nicht nur ein imposantes Bau- denkmal, sondern auch ein geniales Beispiel für vorausschauende Verkehrs¬planung. Mit seinen 16 Gleisen und der Möglichkeit nahezu kreuzungsfrei aus- und einfahren zu können, ist er die bessere Lösung für eine Zukunft mit mehr Verkehr auf der Schiene. Kurzum: Wir und unserer Meinung nach die Mehrheit der Bevölkerung wollen Kopfbahnhof 21 und nicht Stuttgart 21.“
Die Bürger werden aufgefordert zahlreich zu dem Fest zu kommen und auf der größten Geburtstagskarte, die es je in Stuttgart gab zu unterschreiben.
Vor kurzem hat das Aktionsbündnis einen offenen Brief an den Architekten des Stuttgart 21- Bahnhofes Herrn Ingenhoven gesandt. Darin wird kritisiert, dass Ingenhoven immer damit werbe, dass sein Bahnhof Null Energie und Null CO2 verbrauche. Diese Behauptung sei bisher aber durch keine Fakten belegt und geradezu wider der Naturgesetze. Wenn es in Stuttgart Nacht wird, muss beim Stuttgart 21-Bahnhof das Licht eingeschaltet werden – Lichtaugen hin oder her.
Irmela Neipp-Gereke, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Stuttgart sagt: „Ingenhoven versucht mit Sprechblasen seinem Bahnhof einen „grünen“ Anstrich zu verpassen bzw. er betreibt neudeutsch „Green-Wash“. Bevor sein fragwürdiges Werk auch noch vom Bauherr Bahn AG aus Kostengründen zusammen gestutzt wird, sollte er lieber aussteigen – zumal es noch gar keinen Vertrag zwischen Architekt und Bauherr geben soll. Zudem sollte Ingenhoven die heftige Kritik seiner Architektenkollegen im Städtebauausschuss zu denken geben“.
„Durch das Aus für die zweiter Startbahn am Flughafen, ergeben sich für die Flughafenanbindung bei Stuttgart 21 neue Rahmenbedingungen, welche die Wirtschaftlichkeit noch mehr in Frage stellen“, meint Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Stuttgart.
Der neue Fernbahnhof am Flughafen rechnet sich für die Bahn AG nur dann, wenn die Flugpassagierzahlen steil nach oben gehen. Diese Entwicklung ist nun durch den Verzicht der 2. Startbahn eindeutig gestoppt. Auch weitere, allgemeine Restriktionen und Verteuerungen im Flugverkehr werden die Prognosen über den Haufen werfen. Pfeifer abschließend: „Bisher war bei Stuttgart 21 geplant, dass von drei ICE´s pro Stunde nur einer am Flughafen halten soll – weniger geht also nicht mehr, es sei denn man lässt den geplanten Flughafen-Fernbahnhof und damit Stuttgart 21 gleich komplett bleiben“.
Rückfragen an:
Gangolf Stocker, fon 0172/95500948
Irmela Neipp-Gereke, fon 0174/2041288
Gerhard Pfeifer, fon 0711/61970-40
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