BUND Regionalverband Stuttgart

Weiterer Schlag ins Kontor
Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 fordert sofortigen Projekt-Ausstieg

Pressemitteilung des Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Stuttgart, 05.03.2009


Der Bundesrechnungshofes hat seine heftige Kritik an Stuttgart 21 erneuert. Der Behördensprecher Andreas Krull bezeichnete das Projekt unter anderem als unsolide geplant, unterfinanziert und es gäbe keine Kostentransparenz. Die unabhängigen Prüfer halten ihre Kostenberechnung in Höhe von 5,3 Mrd. Euro vom Herbst 2008 aufrecht – 2,2 Mrd. mehr als von der Bahn offiziell zugegeben.

Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer kommentiert: „Die Beurteilung des Bundesrechnungshofes ist ein weiterer Schlag ins Kontor der Stuttgart 21 Befürworter. Das Projekt ist in der Akzeptanz der Bevölkerung am absoluten Tiefpunkt angekommen. Die einzige logische Konsequenz, auch in Anbetracht der Wirtschaftskrise, heißt: Projekt sofort beenden und sich dem realistischeren Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 zu zuwenden.“

Gangolf Stocker, Sprecher der Initiative Leben in Stuttgart – Kein Stuttgart 21 ergänzt: „Die Geheimniskrämerei und Vertuschungen bei der Schnüffel-Affäre der Deutsche Bahn AG setzen sich nahtlos bei Stuttgart 21 fort. Bei dem Prestigeprojekt werden die wahren Kosten ebenfalls verschleiert und beschönigt. Absolut skandalös ist, dass die angeblich schon seit längerem fest stehenden Vertragsinhalte nicht veröffentlicht werden, obwohl Milliarden Beträge von Steuergeldern für das Prestigeprojekt eingeplant sind.“

Irmela Neipp-Gereke, Kreisvorsitzende der Stuttgarter Grünen findet es extrem peinlich, wie der Unterzeichnungstermin für die Finanzierungsverträge seit Monaten immer wieder verschoben wird. Vor wenigen Tagen hat noch CDU Landtagsfraktionschef Mappus den Termin Mitte März genannt. Neipp-Gereke appelliert: „Die Bürger sollen sich diesen Eiertanz nicht mehr länger gefallen lassen. Und überhaupt - selbst bei einer Unterzeichnung der Verträge wird die Hängepartie weitergehen, so geschehen beim Transrapid. Am Ende wird aber wie auch in München, das Großprojekt Stuttgart 21 wegen Unwirtschaftlichkeit beerdigt werden.“


Rückfragen: Gerhard Pfeifer 0711/61970-40 / Gangolf Stocker 0172/9500948 / Irmela Neipp-Gereke 0174/2041288


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