BUND Regionalverband StuttgartBahn will Stellungnahme zum Vieregg & Rössler-Gutachten nicht veröffentlichenStuttgart. Die Bahn hält ihre Stellungnahme zum Vieregg-Rössler-Gutachtenweiterhin unter Verschluss. Auf der Landespressekonferenz am 19. August 2008 hatte Oliver Kraft, Vorstand Produktion der DB Netz AG, zu den Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 lediglich eine Steigung von nur 265 Mio. Euro eingeräumt. Das Kostengutachten des Münchner Verkehrsbüros Vieregg & Rössler, das BUND und Grüne in Auftrag gegeben hatten, bescheinigt bei Stuttgart 21 hingegen eine Kostensteigerung von 2,8 auf mindestens 6,8 Mrd. Euro. Grundlage für das DB-Dementi ist eine ca. 50 Seiten umfassende Stellungnahme, die auf der Pressekonferenz zwar mehrfach erwähnt, aber der Öffentlichkeit nicht ausgehändigt wurde. Auf schriftliche und mündliche Nachfrage des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, erklärte jetzt der Sprecher der DB Netze Fahrweg, Hans-Georg Zimmermann, dass es "keine weitere öffentliche oder schriftliche Äußerung zur Stellungnahme" geben werde. BUND-Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer kommentierte: "Die Gegner von Stuttgart 21 haben immer mit offenem Visier gekämpft und sich dem Austausch von Argumenten und Fakten offen gestellt. Das Vieregg & Rössler Gutachten hat plausible und nachvollziehbare Zahlen geliefert. BUND und Grüne haben ihr Gutachten zeitnah im Internet für die Öffentlichkeit unter www.bund-bawue.de 21-Befürworter hingegen müssen sich anscheinend zunehmend hinter dubiosen Stellungnahmen verstecken und hohle Phrasen predigen wie 'das beste gerechnete Projekt der Bahn'. Bei einem Großprojekt, das zu zwei Dritteln mit öffentlichen Geldern finanziert wird, ist ein solches Gebaren ein Skandal. Die DB erweist Stuttgart 21 mit ihrer Geheimniskrämerei wieder einmal einen Bärendienst - das Vertrauen in das Projekt wird bei der Bevölkerung dadurch gegen Null tendieren." Der BUND weist darauf hin, dass die Berechnungen von Vieregg & Rössler durch aktuelle Bahnprojekte immer wieder bestätigt werden. Zum Beispiel wurde eine neue Röhre des Buschtunnels bei Aachen nach dreijähriger Bauzeit im November 2007 in Betrieb genommen. Laut Faktenblatt der DB kostete der Kubikmeter Tunnel umgerechnet 847 Euro. Für Stuttgart 21 rechnet die DB für den Kubikmeter bisher nur mit dem Schnäppchenpreis von 150 bis 200 Euro. Pfeifer: "Diese Zahlen bestätigen erneut das Vieregg & Rössler-Gutachten: Die Bahn hat schlecht gerechnet. Aber noch lässt sich das Milliardengrab aufhalten." |
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