BUND Regionalverband Stuttgart




Die Energiewende in Europa ist machbar!

Eine Studie, die 1997 von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde zeigt, dass bis zum Jahr 2050 95% aller in Europa benötigten Energien aus erneuerbaren Energiequellen stammen können, wenn der politische Wille vorhanden und die Gesellschaft dafür aufgeschlossen ist. Der Strompreis würde sich etwa verdoppeln, aber der Verbrauch würde sich durch intelligente Stromnutzung halbieren.

Die Studie trägt den Titel "Long-Term integration of renewable energies into the European Energy system." ISBN 3-7908-1104-1
Beteiligt waren folgende Forschungsinstitute:
Centre de Recherche sur I'environment et le Dévelopement (CIRED) Paris, Faculte Polytechnique de Mons (Belgien), Roskilde University (Dänemark), Wuppertal Institut, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (Mannheim.)

Zum Beispiel Wasserkraft

1. Meereswellenenergie

Der Weltenergierat schätzt die nutzbare Energie durch Meereswellenkraftwerke auf 2 Terrawatt Leistung. Die Hälfte davon würde für die weltweite elektrische Energieversorgung reichen. Großbritanien könnte mit Meereswellenkraftwerken mehr als seinen gesamten Elektrizitätsbedarf decken. Auch Deutschlands Küstengebiete eignen sich streckenweise zur Stromgewinnung.
(DIL energiebrief 02/2002)

2. Binnenwasserkraftwerke

Meereswellenkraftwerke stehen inzwischen mit Stromkosten von 7,5 Cent/kWh nahe an der Wirtschaftlichkeitsgrenze. Durch Modernisierung, Reaktivierung stillgelegter, und begrenzten Zubau neuer Wasserkraftwerke in Deutschland ist eine Steigerung von 18,9 Milliarden Kilowattstunden in 1999 auf 23,3 Milliarden Kilowattstunden bis 2010 leicht möglich. Mit diesem Stromzuwachs könnten mehr als 1,5 Millionen Haushalte schadstofffrei versorgt werden.
Wasserkraftpotentiale aus der Broschüre "Erneuerbare Energien und Nachhaltige Entwicklung", BMU 8/2000


Zum Beispiel Windenergie.

Allein mit dem weltweiten Windkraftpotential könnte man den gesamten Energiebedarf der Menschheit 300mal decken.

Das technische Windkraftpotential in Deutschland liegt im Binnenland bei 20-25% und bei Offshore-Anlagen vor der Nord- und Ostseeküste bei 25-40% des deutschen Strombedarfs.
Mit 4% bundesweitem Stromerzeugungsanteil hat die Windkraft die Wasserkraft bereits eingeholt und liefert jährlich fast so viel elektrische Energie wie beispielsweise drei Kernkraftwerke.
Eine Windkraftanlage erzeugt je nach Typ und Windverhältnisse in den ersten 4 bis 8 Monaten bereits so viel Energie, wie zu ihrem Bau benötigt wurde (energetische Amortisation). Danach erzeugt sie Jahrzehnte lang absolut schadstofffrei elektrischen Strom.
Strom aus Windkraft wäre heute bereits konkurrenzfähig, wenn der Kilowattpreis des konventionell erzeugten Stroms alle Subventionen, sowie alle umweltrelevanten Folgekosten enthielt, die durch den Verbrauch fossiler oder nuklearer Energien entstehen.


Zum Beispiel Biomasse

Egal, ob Pflanzen auf natürliche Weise absterben und verwesen, oder ob wir ihre gespeicherte Sonnenenergie sinnvoll nutzen: diese nachwachsenden Rohstoffe geben immer nur soviel klimaschädigendes Co2 ab, wie sie der Umwelt während des Wachstums entzogen haben.
Die energetische Nutzung der Pflanzen ist im Gegensatz zu den Energien Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran umwelt- und klimaneutral. Es entstehen keine Folgekosten und die Abhängigkeit von Förderländern in Krisengebieten sinkt.

Das jährlich weltweit nachwachsende Biomasse- Potential reicht aus, um den gesamten Weltenergieverbrauch 15mal zu decken.


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