BUND Regionalverband Stuttgart




Mit der Kohle fein heraus?

Kohle ist mit einem Anteil von 51% aller fossilen Energiereserven der mit Abstand größte fossile Energieschatz der Erde. Bei gleichbleibender Förderung reichen die abbauwürdigen Reserven noch rund 170 Jahre.

Allerdings ist dieser Energieträger auch mit Abstand der "schmutzigste" von allen und trägt somit maßgeblich zum Treibhauseffekt und zu Umwelt- und Luftverschmutzungen bei. Hinzu kommt, dass elektrischer Strom aus konventionellen Kohlekraftwerken mindestens 15% teurer ist als z.B. aus modernen G.u.D. (Gas und Dampfturbinen) -Kraftwerken.

Klimakiller Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) verschiedener fossiler Energieträger in Gramm je kWh abgegebener Energie in Form von:

direkter Heizungswärme:


  • Braunkohle 354Gramm/kWh
  • Steinkohle 337Gramm/kWh
  • Erdgas 198Gramm/kWh
elektrischem Strom aus konventionellen Großkraftwerken

  • 907 Gramm/kWh (Mix aus Stein- und Braunkohle)
  • 377 Gramm/kWh (aus G.u.D Gaskraftwerken)
Kohle? - Zum Verheizen zu schmutzig, zu teuer und zu kostbar!

Informationsquellen:
U.a. Dokumentation Nr. 471 BMWi; Broschüre "Erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung" vom August 2000 BMU; BINE Fachinformationszentrum Karlsruhe GEMIS-Projekt (www.oeko.de/service/gemis)


Löst Uran unser Energiedilemma?

Weltweit sind derzeit 440 Kernkraftwerke in Betrieb, davon 19 in Deutschland.
Bei weiterhin gleich hohem Verbrauch reichen die gesicherten Uranreserven noch ca. 40 Jahre.
Der elektrische Stromanteil aus Kernkraft liegt weltweit bei 18%, in Deutschland bei ca. 33%. Wollte man den weltweiten Anteil an Atomstrom auch nur auf 50% steigern, so müssten zusätzlich mehr als 800 Kernkraftwerke gebaut werden, davon weitere 10 allein in Deutschland. Die natürlichen Uranreserven würden dann nur ca.10-15 Jahre reichen.
Der Energieanteil aller Uranreserven macht weniger als 5% aller fossilen Reserven aus.
U.a. auch laut "red book" der internationalen Uranindustrie (Energiedepesche Juni 2000)


Strom aus Kernkraftwerken der neu entwickelten deutsch-französischen EPR-Generation wäre teurer als der aus G.u.D (Gas und Dampf-) Kraftwerken.
Nach einer aktuellen Studie des Ökoinstituts Freiburg

Kernenergie verliert in Europa an Bedeutung (Ungelöste Entsorgung, radioaktive Altlasten auf Jahrtausende, Sicherheitsrisiken durch menschliche Unzulänglichkeiten und mögliche Terroranschläge, Gefährlicher Schwarzhandel mit Kernwaffen-geeignetem Plutonium, höhere Stromkosten bei neuen AKW, usw.). In Deutschland wurde daher seit 20 Jahren kein Bauantrag mehr für ein neues Kernkraftwerk gestellt. U.a. kommen Portugal, Dänemark, Norwegen, Italien und Österreich ohne Kernkraftwerke aus. Industrieländer wie Schweden, Belgien, Niederlande, Spanien und Deutschland steigen aus der Kernenergie aus.

Informationsquellen:
U.a. Energiebericht des Bundeswirtschaftsministerium 10/2001 und Kurzfassung; Greenpeace 4/2001
Landesgewerbeamt BW Stuttgart, Broschüre "Fitnessprogramm für Ihr Haus" ; BEWAG Berlin


Konkurrenzlos sauberster und krisensicherster Stromlieferant: Die Sonne

Schon 4x5 Meter Dach- oder Garagenfläche können genügen, um die Jahresstrommenge eines 2 Personenhaushalts zu ernten. Jahr für Jahr. Mindestens 25 Jahre lang. Mit einer Photovoltaikanlage.
Erzeugt aus Sonnenlicht elektrischen Strom – selbst noch bei bewölktem Himmel.

+++ völlig geräuschlos +++ keine mechanische Abnutzung +++ wartungsfrei +++ keine Luftverschmutzung +++ ohne zusätzlichen Landschafts- und Flächenverbrauch +++ problemlose Montage und Installation +++ wird öffentlich gefördert +++

Die fossilen Energien neigen sich dem Ende zu, heizen unser Klima*) auf, und die Verteilungskämpfe an. Doch die Sonne scheint kostenlos und friedlich für jeden von uns!

*) Mit jeder Kilowattstunde Strom aus Solarzellen ersparen Sie sich und der Menschheit beim derzeitigen Strommiix fast ein dreiviertel Kilogramm Kohlendioxid und viele andere Schadstoffe.

Das sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Photovoltaikanlage beachten:


  • Holen Sie mindestens 3 Angebote von regionalen Elektrogeschäften oder Solarfirmen ein.
  • Um die Angebote besser miteinander vergleichen zu können, geben sie jeweils die gleiche Solar-Leistung vor, z.B. 2,0 kWp.(das entspricht rund 20m2 Dachfläche)
  • Fragen Sie nach der allgemeinen Garantiedauer der Anlage (mindestens 2 Jahre, besser 5 Jahre), und nach der Leistungsgarantie der Solarzellen (mindestens 20 Jahre, besser 25 Jahre). Die Leistungsgarantie sagt aus, wie leistungsfähig die Solarzellen bis zum Ablauf dieser Garantiedauer sein müssen (z.B. 85%).
  • Achten Sie auf die Vertragsbedingungen Ihres Energieversorgungsunternehmen. Es muss u.a. die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung ohne Vorbehalte sicherstellen. (Sie erhalten 20 Jahre lang 45,7 Cent pro kWh).
  • Nutzen Sie alle Fördermöglichkeiten (Günstige Darlehen aus dem 100.000 Dächerprogramm).
  • Wenn Sie einen Internet-Anschluss haben, können Sie sich unter www.solarfoerderung.de Schritt für Schritt über alle wichtigen Fragen zu Fördermöglichkeiten und über Solarfirmen in Ihrer Nähe informieren.

Auch das Landesgewerbeamt Stuttgart gibt kompetente Auskunft. Tel. (0711)-123-2526

Mensch, zapf die Sonne an!

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- Unabhängig von weltweiter Energiepolitik und Krisen
- Absolut schadstofffrei und umweltfreundlich
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Gib unseren Enkeln eine Chance!


Unendliche Energie aus Wasserstoff?

Wasserstoff ist auf der Erde in der Tat praktisch in unbegrenzten Mengen vorhanden: In Wasser, Säuren, Kohlenwasserstoffen und anderen organischen Verbindungen.
Er besitzt als Energieträger eine Anzahl günstiger Eigenschaften, wie z. B. hoher Energiegehalt, und Umweltfreundlichkeit während der direkten Nutzung vor Ort.
Daher setzt die Industrie große Hoffnungen auf ihn als möglichen zukünftigen Treibstoff für Kraftfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb und als Speichermedium zur Erzeugung elektrischen Stroms mit Brennstoffzellen.

Allerdings ist ein hoher Energieaufwand nötig, um den Wasserstoff aus den organischen Verbindungen zu lösen.

Brennstoffzellenautos sind deshalb nur wirklich dann schadstofffrei und schonen die Energiereserven, wenn der dafür benötigte Wasserstoff mit Hilfe von erneuerbaren Energien *) erzeugt wird (Biomasse, Photovoltaik, Wind- oder Wasserkraftstrom) - und nicht etwa aus Erdgas oder dem daraus gewonnenen Methanol stammt.

*) "...laut Dr.Cordes will sich DaimlerChrysler aktiv dafür einsetzen, dass die "Zukunftskraftstoffe" zu einem größtmöglichen Anteil aus regenerativen Ressourcen hergestellt werden. Damit soll die Umweltfreundlichkeit des Straßenverkehrs weiter verbessert und der Automobilstandort Deutschland/Europa langfristig abgesichert werden."


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